Chinesische Aktien steuern in Hongkong auf den größten Tageseinbruch seit der globalen Finanzkrise 2008 zu. Der Yuan sank auf ein 14-Jahres-Tief. Was ist passiert?

Der Hang Seng China Enterprises Index stürzte um 7,3 Prozent ab und verzeichnete damit das schlechteste Ergebnis nach einem Parteitag der Kommunistischen Partei seit der Einführung des Index im Jahr 1994. Das berichtet Bloomberg.

Der Onshore-Renminbi (CNY) fiel um 0,6 Prozent auf den schwächsten Stand seit Januar 2008. Ausländische Anleger flüchteten aus den Festlandmärkten und verkauften eine Rekordmenge an Aktien über die Handelsverbindungen in Hongkong, was zu einem Verlust von über drei Prozent im CSI 300 Index führte.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat seine Macht gefestigt. Auf der ersten Plenarsitzung bestätigte das neue Zentralkomitee der Kommunistischen Partei den 69-Jährigen für eine dritte fünfjährige Amtszeit.

Die Rückschläge an den Märkten zeigen die tiefe Enttäuschung über eine wahrscheinliche Fortsetzung der Politik, die auf "Zero Covid" und staatlich gelenkte Unternehmen setzt. Die Tech-Giganten Alibaba Group, JD.com, Tencent und Meituan stürzten alle um mehr als elf Prozent ab.

"Der Markt ist besorgt, dass mit der Wahl so vieler Xi-Anhänger Xis uneingeschränkte Fähigkeit, eine nicht marktfreundliche Politik zu betreiben, nun zementiert ist", zitiert Bloomberg Justin Tang, Leiter der Asienforschung bei United First Partners.

Während die Ernennung von Xis Verbündeten in Schlüsselpositionen dazu beitragen kann, wichtige Vorhaben zu beschleunigen, verringere die Aufnahme von Zero-Covid-Befürwortern in den Ständigen Ausschuss des Politbüros die Chance auf eine baldige Lockerung der Covid-Beschränkungen, so Bloomberg.

Eine Reihe von Chinas wichtigsten Wirtschaftsdaten zeigten zu Wochenbeginn eine gemischte Erholung. Zwar wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal schneller als erwartet, da sich die Industrietätigkeit trotz der Covid-Beschränkungen und eines Einbruchs bei den Immobilienverkäufen verbesserte. Die Einzelhandelsumsätze gingen aber zurück.

Wirtschaftsexperten bleiben angesichts der fortlaufenden Covid-bedingten Einschränkungen und Abriegelungen vorsichtig, was das künftige Wachstum Chinas angeht.

Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralredaktion

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