Die Opel-Mutter Stellantis steigt stärker in das Geschäft mit Flugtaxis ein. Mit hochfliegenden Plänen: eine Massenproduktion als Exklusiv-Partner.

Die Zeiten, in denen Autos nur auf der Straße fuhren, könnten in Zukunft überholt sein. Denn zunehmend dürfte sich der Verkehr auch in die Luft verlagern. Drohnen-Bringdienste sind bereits am Start. Und auch Flug-Taxis stehen bereits auf der Agenda. Zu den Pionieren in diesem Geschäftsbereich zählt das US-Unternehmen Archer Aviation, das jetzt einen prominenten Kooperationspartner noch stärker für sich gewonnen hat: die Opel-Mutter Stellantis. Der italienisch-französische Autobauer will seine Aktien-Anteile an dem Unternehmen aufstocken – das über einen Börsenmantel am offenen Markt gelistet ist – und Archer Aviation dadurch über die nächsten zwei Jahren mit einer Finanzspritze von bis zu 150 Millionen US-Dollar bei der Entwicklung und dem Bau der Flugtaxis unterstützen. Das haben beide Parteien in einer gemeinsamen Stellungnahme mitgeteilt, wie das Handelsblatt schreibt. Der Plan sieht dabei vor, dass sich Stellantis langfristig als exklusiver Vertragshersteller positionieren kann und auf eine zukünftige Massenproduktion des geplanten Flugtaxis Midnight eVTOL setzt. Dieses soll senkrecht starten und landen und einst in der Lage sein, vier Passagiere und einen Piloten über 160 Kilometer zu befördern. Der erste erfolgreiche Probeflug wurde von Archer Aviation im Jahr 2021 absolviert. Der Startschuss für den Bau soll ab 2024 in Covington, Georgia, erfolgen.

Die strategische Kooperation mit Stellantis besteht bereits seit 2020, die Beteiligung als Investor seit 2021. Im Zuge dessen hat das US-Startup unter anderem Zugriff auf Expertise, Fertigungstechnologie und Lieferketten bekommen.

Während das Flugtaxi noch auf sich warten lässt, sind viele Analysten bereits jetzt vom weiterem Kurs-Potenzial für die Stellantis-Aktie überzeugt. Das mittlere Kursziel sehen sie bei rund 21 Euro, während das Papier aktuell bei rund 14 Euro notiert. So schreibt unter anderem Jose Asumendi, Analyst bei JP Morgan, dass er davon ausgeht, dass 2023 ein starkes Jahr für die europäische Autoindustrie werden wird. Positiv sei unter anderem, dass sich die Rohmaterial-Preise nach den Kurskapriolen der letzten Zeit wieder beruhigen, die Lieferketten stabiler würden und globale Produktionspläne zunehmen. Der geplante Kooperationsausbau mit Archer Aviation geht dabei zweifellos in diese Richtung.


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(ir)für die wallstreet:online Zentralredaktion


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