Luftfahrtindustrie im Wandel: Lufthansa-Aktie bleibt auf konstantem Niveau 03.07.2023, 18:38 Uhr von BörsenNEWS.de

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In jüngster Zeit hat sich die Lufthansa-Aktie kaum bewegt. Genauer gesagt, befindet sich das Wertpapier der Fluggesellschaft zwischen neun Euro und der psychologisch bedeutenden Marke von zehn Euro in einer Seitwärtsbewegung. Trotzdem sind die langfristigen Aussichten weiterhin positiv. Auch innerhalb des Unternehmens gibt es Fortschritte in einem wichtigen Teilbereich.

Knappes Angebot an Flugzeugen treibt Ticketpreise

Im internationalen Luftverkehr müssen sich Passagiere nach wie vor auf hohe Ticketpreise einstellen. Laut einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Allianz Trade ist der Hauptgrund hierfür das weiterhin begrenzte Angebot an neu produzierten Flugzeugen. Die Hersteller erholen sich nur langsam von dem Corona-verschuldeten Auslieferungseinbruch im Jahr 2020 und werden das globale Vorkrisen-Niveau von rund 1.600 neuen Passagierflugzeugen vermutlich auch in diesem Jahr nicht erreichen.

Für Fluggesellschaften bedeutet dies nichts nichtsdestotrotz eine vorraussichtliche Rückkehr in die Gewinnzone, da die Nachfrage nach der Pandemie stark steigt während die Kerosinpreise sinken. Es ist wieder möglich, die Welt ohne jegliche Einschränkungen zu bereisen. Die Fluggesellschaften können die einzelnen Sitzplätze wesentlich teurer verkaufen als es noch im Jahr 2019 der Fall war. Das führt wiederum zu steigenden Margen. Beispielsweise sind die Ticketpreise zwischen den USA und Europa im Jahresdurchschnitt um 23 Prozent gestiegen. Unter anderem auch, weil viele Airlines seit der Pandemie nicht mehr existieren. Airlines erhalten so größere Marktmacht und können höhere Preise trotz schlechterem Service verlangen.

Ökotarife als Antwort auf den Klimawandel

Auch sind die Preise teurer geworden, da die Lufthansa Group erfolgreich Ökotarife eingeführt hat, welche den Passagieren die Möglichkeit bieten soll, klimafreundliche Flugoptionen zu wählen. Nun erwägt Swiss diese Tarife auf einer Inlandsstrecke zwischen Genf und Zürich obligatorisch zu machen. Die Luftfahrtindustrie strebt danach, den Klimaschaden durch das Fliegen zu verringern. Daher hat die Branche vereinbart, bis zum Jahr 2050 CO₂-Neutralität zu erreichen. Die Lufthansa Group hat das Ziel, ihre Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2019 um die Hälfte zu reduzieren. Hierbei werden auch die Passagiere verstärkt in die Verantwortung genommen – sie sollen den CO₂-Ausstoß ihrer Flüge kompensieren.

Liste der Bieter für Lufthansa Technik schrumpft

Die deutliche Erholung der Luftverkehrsbranche hat Lufthansa Technik im Jahr 2022 zu einem Rekordgewinn verholfen. Der bereinigte operative Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 41 Prozent auf 511 Millionen Euro an, bei einem Umsatz von 5,6 Milliarden Euro. Lufthansa Technik zählt damit zu den weltweit größten Wartungsspezialisten und wird auf einen Wert von sechs bis sieben Milliarden Euro geschätzt. Das Unternehmen ist auf die Wartung von Flugzeugen spezialisiert, bietet aber auch den Umbau von Flugzeugen, beispielsweise zu Regierungsflugzeugen, an. Inzwischen hat sich die Liste der Bieter für die Technik-Tochter der Lufthansa-Gruppe, wie kürzlich im Handelsblatt berichtet wurde, von drei auf zwei Interessenten reduziert.

Nach Informationen aus Finanzkreisen bieten die Finanzinvestoren Bain und Advent noch für einen Teil von Lufthansa Technik, während sich CVC zurückgezogen hat. Deutschlands größte Fluggesellschaft sucht nach einem Investor. 20 Prozent der Technik-Sparte sollen übernommen werden.

Börsennews-Redaktion intern / pr

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