Die Märkte blicken gespannt auf die neuen Zahlen des US-Elektroautobauers. Tesla veröffentlichte gestern die neuen Zahlen zum ersten Quartal, wirklich zufrieden dürften die wenigstens sein. Insbesondere an einer Zahl scheinen sich die Beobachter zu stören.

Der Gewinn bricht ein

Zwar gelang es Tesla die Umsätze um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 23,3 Milliarden Dollar zu steigern, allerdings fiel der Gewinn wiederum um 24 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Das teilte Tesla gestern nach Börsenschluss mit. Der Absatz stieg, ein neues Rekordergebnis von 422.875 ausgelieferten Elektroautos konnte vermeldet werden. Hier stellt sich für den geneigten Beobachter nun aber die Frage: Zu welchem Preis?

Preiskrieg bei Elektroautos

Diese Frage stellt sich auf zweierlei Weise, denn viele dieser Autos gingen für saftige Rabatte über den Ladentisch, um sich ein höheres Absatzvolumen zu erkaufen. Während der Preis für einen Tesla durch mehrere Preissenkungsrunden im Schnitt sukzessive gefallen ist, ist der Preis für das erhöhte Volumen für viele am Markt recht hoch, da die Tesla-Marge sinkt. Genau diese bis dato hohe Marge ist eben eine von den vielen Stärken Teslas im Vergleich zu etablierten Autobauern. Tesla-Finanzchef Kirkhorn versprach noch im Januar, dass die Marge nicht unter die „magische“ Marke von 20 Prozent fallen würde.

Die Marge fällt, zu tief?

Genau das ist nun geschehen, mit 19,3 Prozent fiel die Marge auf den tiefsten Stand seit 2020 und ist deutlich schwächer, als der Marktkonsens von 21,2 Prozent. Nun wird die Frage virulent, ist das ein gewichtiger Fall oder eine clevere, aggressive Strategie für eine bessere Position am Markt.

Natürlich gibt es Beobachter die das für die genau richtige Strategie zur richtigen Zeit halten: Tesla hat inzwischen international höhere Produktionskapazitäten, die Preise für Lithium sind seit November um ein Drittel gefallen und Tesla besitze die Margen-Flexibilität um den drängenden Konkurrenten Preissetzungsmacht und Kostenüberlegenheit zu demonstrieren.

Börsennews-Redaktion intern /ts