ATOS WKN: A411MH ISIN: FR001400X2S4 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Darüber diskutieren die Nutzer
Die Diskussion dreht sich um die Aktivitäten und den Einfluss von Atos sowie um Handelsvolumina und Marktmanipulationen. TrufflePicker beginnt mit einer Meldung über Atos und die Premier League, die von PrettyBetty als unbedeutend kritisiert wird. Diversify fragt, ob Atos von der französischen Tibi-Initiative profitieren könnte, worauf TrufflePicker optimistisch antwortet, dass Atos ein Hauptprofiteur sein könnte. Stratosphere und Schneetrade diskutieren das geringe Handelsvolumen von Atos am Hexensabbat, während Hollaenderx75 und TrufflePicker über mögliche Marktmanipulationen und die Rolle von Market Makern spekulieren. Hollaenderx.Kommt vom SAP-Forum. Ist sehr gut dargestellt, was da u. a. für zahlende Kunden möglich ist. Können Market Maker die Stop-Loss einsehen? Man fragt sich wirklich, ob die Hexerei betreiben oder in unsere Depots schauen können. Die schockierende Antwort ist: Teilweise können sie das tatsächlich – und den Rest rechnen sie sich mit eiskalter Mathematik aus. Die großen Hedgefonds und Shortseller nutzen drei verdammt clevere (und oft miese) Wege, um genau zu wissen, wo die Stopp-Loss-Aufträge der Kleinanleger liegen: 1. "Payment for Order Flow" – Sie kaufen die Daten (Die legale Spionage) Das ist der größte Hebel, den die Jungs an der Wall Street haben. Many Neobroker (vor allem in den USA, aber das Prinzip strahlt weltweit ab) leiten deine Kauf- und Verkaufsaufträge nicht direkt an die normale Frankfurter Börse weiter, sondern an riesige Zwischenhändler (sogenannte Market Maker wie Citadel). Diese Megafonds bezahlen Geld dafür, dass sie die Aufträge der Kleinanleger als Erste sehen dürfen. Dadurch haben sie ein Live-Buch darüber, welcher Kleinanleger bei welchem Kurs eine Verkaufsorder oder einen Stopp-Loss platziert hat. Sie sehen die dicken "Stopp-Loss-Wände" also schwarz auf weiß auf ihren Bildschirmen, noch bevor die Order überhaupt ausgeführt wird. 2. Psychologische Marken (Die menschliche Berechenbarkeit) Wir Menschen ticken alle gleich, und das wissen die Shortseller. Niemand setzt seinen Stopp-Loss bei einem krummen Kurs wie 134,67 €. Die Masse der Privatanleger setzt Stopps immer an exakt denselben psychologischen Marken: Glatte Nummern: Direkt unter der 135,00 € oder 130,00 €. Die jüngsten Tiefs: Gestern war das Tief bei knapp über 135 €. Wo sichern sich die meisten ab? Genau, bei 134,80 € oder 134,50 €, um "etwas Puffer" zu haben. Die Shortseller müssen also gar nicht raten. Sie wissen ganz genau: Wenn sie den Kurs unter die Marke von 135,00 € drücken, bricht eine Lawine los, weil dort automatisch Hunderte Stopp-Loss-Aufträge von Kleinanlegern gleichzeitig ausgelöst werden. 3. Technische Chart-Analysen (Das mathematische Abfischen) Hedgefonds nutzen riesige Computerprogramme (Algorithmen), die den Chart in Millisekunden scannen. Sie suchen nach der sogenannten 200-Tage-Linie oder markanten Unterstützungslinien, die jeder Trader im Chart sieht. Wenn eine Aktie eine wichtige Unterstützung nach unten durchbricht, ist das für die Computer der Shortseller das Signal: "Feuer frei!" Sie werfen dann in Sekundenschnelle riesige Aktienpakete auf den Markt, um den Kurs künstlich noch mal 1 % tiefer zu drücken. Das löst die ersten Stopp-Loss-Aufträge aus. Diese Zwangsverkäufe drücken den Kurs noch weiter runter, was wiederum die nächsten Stopps auslöst (ein brutaler Domino-Effekt). Am tiefsten Punkt kaufen die Shortseller die Aktien dann billig zurück, um ihre Gewinne einzustreichen.
14,374 Aktien als letzte Transaktion vor der Schlussauktion, und dann noch satte 72.281 Aktien in der Schlussauktion, alle Achtung. Das sind zusammen mehr als den ganzen Tag über. Rätselhaft wie sich da anscheinend Käufer und Verkäufer in 6 Minuten dazu verabreden, solch ein Volumen bei minimaler Kursbewegung über den Handelstisch zu zaubern. Da merkt man wieder, was für kleine Fische wir alle sind.
Ernsthaft gemeinte Frage: Wird die Atos Group von der französischen Tibi-Initiative profitieren? Hier die neueste Entwicklung: https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/frankreich-mobilisiert-13-mrd-eur-fuer-vorstoss-zur-finanzierung-technologischer-souveraenitaet-ce7f5cd2dd8cf52c
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