DAX Option Kann man bei einem Geschäft mit DAX Optionen einen Totalverlust erleiden?

Bei der DAX Option handelt es sich um ein Optionsgeschäft, welches den deutschen Aktienindex DAX als Basiswert besitzt. Jedes Optionsgeschäft ist ein bedingtes Termingeschäft, da der Käufer einer Option sein Recht wahrnehmen kann, aber nicht muss. Auch bei DAX Option werden Calls, die Kaufoptionen, und Puts, die Verkaufsoptionen, unterschieden. Der Kontraktwert beläuft sich auf 5 € je Punkt des DAX. Bei der DAX Option handelt es sich um Optionen europäischer Art. Das bedeutet, dass sie nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden. Bei Ausübung findet ein Barausgleich statt.

Beispiel:
Ein optimistischer Investor erwartet einen Anstieg des DAX innerhalb eines Jahres. Derzeit notiert er bei 5000 Punkten. Deshalb erwirbt er eine Call DAX Option, mit einem Ausübungspunkt von 5100 Punkten. Dafür bezahlt er eine Prämie von 100 €. Der Anleger behielt Recht und der DAX notiert am Ende des Jahres bei 5200 Punkten. Durch die Ausübung erzielt er einen Gewinn von 500 € (= (5200-5100)x5), abzüglich der anfänglichen Prämie verbleibt ein Gewinn von 450 €. Der Call wäre Out of Money, wenn der DAX am Ende des Jahres niedriger als 5100 Punkte notiert. Dann würde eine Ausübung nicht lohnen und der Investor erleidet einen Totalverlust. Die Gewinnschwelle in dem Beispiel liegt bei 5110 Punkten (= (5110-5100)x5).

Die DAX Option wird an der EUREX unter der Bezeichnung ODax gehandelt.