Der Dax sieht sich im heutigen Mittwochshandel (21.09.) einer prekären, um nicht zu sagen brenzligen Gemengelage ausgesetzt. Die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank steht im weiteren Tagesverlauf an. Doch nicht nur die Leitzinsentscheidung als solches dürfte im Fokus stehen. Vielmehr dürften die Marktakteure auch gebannt auf die (aktualisierten) Projektionen / Prognosen der Fed hinsichtlich des Wirtschaftswachstums, der Inflation etc. für die nächsten zwei Jahre blicken.

Zusätzlich zum Fed-Termin ordnen die Aktienmärkte gegenwärtig die geopolitische Lage (neu) ein, die sich mit der Ausrufung der Teilmobilmachung in Russland ergibt. Der Dax lief in einer ersten Reaktion auf die neue Gemengelage bedrohlich dicht an die wichtige Unterstützungszone 12.500 Punkten / 12.400 Punkten heran. Diese sollte der Index tunlichst nicht unterschreiten. Anderenfalls müsste die Lage neu bewertet werden.

Auch unsere beiden heutigen Protagonisten Münchener Rück (Munich Re) und Allianz laufen gegenwärtig wichtige Unterstützungen an. Bleiben wir gleich bei der Allianz.

Allianz – Aktie mit Drahtseilakt.

Die Allianz-Aktie (WKN: 840400 | ISIN: DE0008404005 | Ticker-Symbol: ALV) verpasste es zuletzt ein ums andere Mal, sich entscheidend von der eminent wichtigen Zone 170 Euro / 168 Euro zu lösen. Und so steht dieser Kursbereich nach wie vor im Fokus des Handelsgeschehens.

Allianz

Aus unserer Sicht hat der Bereich 170 Euro / 168 Euro als Unterstützung zentrale Bedeutung für die Allianz und sollte daher nicht nachhaltig unterschritten werden. Auch der Umstand, dass er vermeintlich gut ausgebaut ist, erhöht dessen Relevanz. Sollte es zum Bruch dieser Zone kommen, könnte es für Allianz durchaus noch einmal in Richtung 160 Euro gehen. Um das Chartbild nachhaltig aufzuhellen, bedarf es eines Vorstoßes der Aktie über die 180 Euro.

Münchener Rück – Das darf jetzt nicht passieren!

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung (15.09.) sah sich die Aktie der Münchener Rück (Munich Re) (WKN: 843002 | ISIN: DE0008430026 | Ticker-Symbol: MUV2) bereits Gewinnmitnahmen ausgesetzt.

Muenchener-Rueck

In den letzten Handelstagen verstärkten sich die Gewinnmitnahmen. Die Münchener Rück läuft nach dem Verlust der Unterstützung bei 260 Euro nun die 250 Euro an. Sollte es auch darunter gehen, könnten sich sogar weitere Abgaben in Richtung 240 Euro anschließen. Der Bereich um 240 Euro hat zentrale Bedeutung. Wichtige Horizontalunterstützungen sowie die 200-Tage-Linie und der kurzfristige Aufwärtstrend formen in diesem Bereich eine vermeintlich tragfähige Unterstützung. Kurzum. Sollte die Münchener Rück auch darunter laufen, würde eine Neubewertung der Lage notwendig werden. Um wieder erste Akzente auf der Oberseite zu setzen, muss die Aktie über die 260 Euro zurückkehren.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

Andere Leser interessierten sich auch für:

Die Fed dürfte heute (21.09.) alle Aufmerksamkeit der Marktakteure auf sich ziehen. Die US-Notenbank wird im weiteren Verlauf des Tages ihre Leitzinsentscheidung bekanntgeben.  weiterlesen

Adobe – Talfahrt könnte weitergehen. Applied Materials schwächelt.

Unsere beiden heutigen Protagonisten Adobe und Applied Materials durchlaufen derzeit schwierige Phasen. Während Adobe im Zuge einer Übernahmeankündigung in der letzten Woche massiv unter die Räder kam, vollzieht sich die Abwärtsbewegung bei Applied Materials eher stetig. Bleiben wir zunächst bei Adobe. weiterlesen

Weitere spannende Artikel

Neue Hoffnung für Rheinmetall?

Deutsche Telekom – Herber Rückschlag. Deutsche Post – Weitere Kursverluste drohen.

Texas Instruments, IBM und Qualcomm – Tech-Werte im Fokus.

BioNTech, Moderna und Valneva – Aktien taumeln. Wochenstart mündet im Kursdebakel.

Trendaktien: Aktientrend auf Börsennews 


-Anzeige-


Haftungsausschluss/Disclaimer

Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und – je nach Art des Investments – sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Boersennews.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Boersennews.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Boersennews.de und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.