Anzeige
+++Rekordwachstum im Q2: Blue-Chip-Rahmenverträge und ein institutionelles M&A-Arbitrage-Modell+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
50 Prozent plus X

SPD will Evonik vor BASF abschirmen 07.10.2026, 14:19 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BASF 51,21 EUR +0,96 % L&S Exchange
Evonik Industries 20,91 EUR +1,50 % TTMzero RT
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Im Übernahmepoker um Evonik bringt Nordrhein-Westfalens Opposition jetzt das Land ins Spiel. Die SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag schlägt vor, dass sich das Land selbst an dem Essener Spezialchemiekonzern beteiligt und gemeinsam mit der RAG-Stiftung eine Mehrheit von über 50 Prozent hält – ein möglicher Riegel gegen die Pläne von BASF. An der Börse legte die Evonik-Aktie am Mittwochnachmittag um rund 1,6 Prozent auf 20,93 Euro zu und erreichte im Tagesverlauf mit 21,03 Euro ein neues Jahreshoch.

Land und RAG-Stiftung sollen die Mehrheit halten

Die RAG-Stiftung, die die Folgekosten des deutschen Steinkohlebergbaus finanziert, ist mit rund 43 Prozent bereits größte Evonik-Aktionärin. Würde das Land weitere Anteile erwerben, kämen beide zusammen auf „50 Prozent plus X“, wie es im Antrag heißt. SPD-Fraktionschef Jochen Ott sieht das Land in dieser Rolle als eigenen Stabilitätsanker für das Ruhrgebiet. Beraten werden soll der Antrag kommende Woche im Plenum.

Einen direkten Draht zu den Entscheidungen gibt es bereits: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sitzt qua Amt im Kuratorium der Stiftung. Zum SPD-Vorstoß selbst äußerte sich die Landesregierung nicht konkret. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte aber, jede Lösung müsse sich daran messen lassen, ob sie den Standorten und den Beschäftigten eine Zukunft gebe. Schon zu Wochenbeginn hatte die Staatskanzlei erklärt, Arbeitsplätze und eigenständige Entwicklung des Konzerns dürften nicht in Frage gestellt werden.

SPD verlangt Schutz vor Stellenabbau

Für den Fall, dass es dennoch zu einem Verkauf kommt, fordert die Fraktion verbindliche Zusagen: Betriebsbedingte Kündigungen, Stellenabbau sowie Schließungen oder Verlagerungen wesentlicher Unternehmensbereiche sollen für einen belastbaren Zeitraum ausgeschlossen werden. Zentrale, Beschäftigung und wichtige Entscheidungsfunktionen müssten in Nordrhein-Westfalen bleiben.

Damit wächst der politische Druck auf ein Vorhaben, das sich noch in einem frühen Stadium befindet. Ende September hatten die Beteiligten öffentlich gemacht, dass BASF Evonik unverbindlich auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien angesprochen hat. Gespräche finden nach Angaben von Evonik derzeit nicht statt, BASF bezeichnet Fortgang und Ausgang der Sondierungen als offen.

Chemiekrise treibt die Suche nach Größe

Hinter dem Übernahmeinteresse steht die anhaltende Schwäche der deutschen Chemieindustrie. Hohe Energiekosten, Überkapazitäten und wachsende Konkurrenz aus Asien setzen der Branche zu, der Branchenverband VCI rechnet für 2026 erneut mit einer sinkenden Produktion. Ein Zusammengehen würde das Geschäft von BASF mit Grund- und Zwischenprodukten und die margenstärkere Spezialchemie von Evonik verbinden – es wäre der größte Zukauf in der Geschichte des Ludwigshafener Konzerns. Neben der RAG-Stiftung müssten allerdings auch Kartellbehörden mitspielen, und Gewerkschaften wie Politik haben ihre Bedingungen bereits formuliert.

Evonik-Kurs binnen eines Jahres gut 40 Prozent höher

Die Übernahmefantasie hat die Aktie zuletzt spürbar angeschoben: Im Wochenverlauf steht ein Plus von gut 5 Prozent zu Buche, auf Jahressicht sind es gut 40 Prozent. Auch die BASF-Aktie notierte freundlich und gewann rund 1 Prozent auf 51,27 Euro. Ob der SPD-Antrag eine Mehrheit findet, ist offen, die Fraktion sitzt in der Opposition. Für den weiteren Verlauf dürfte damit vor allem entscheidend sein, wie sich RAG-Stiftung und Landesregierung positionieren.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,27
Hebel: 18,92
mit starkem Hebel
Ask: 1,12
Hebel: 4,61
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: BD1G18 VK121D. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

16:25 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:20 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:14 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

14:24 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:28 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:25 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer