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Starlink-Offensive

Elon Musk: 80 Milliarden Dollar für seinen nächsten Mega-Plan? 18.10.2026, 16:11 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Starlink-Offensive: Elon Musk: 80 Milliarden Dollar für seinen nächsten Mega-Plan?
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SpaceX wagt den nächsten großen Angriff

Mit dem geplanten Mobilfunkdienst Starlink Mobile will SpaceX künftig nicht mehr nur abgelegene Regionen mit Satelliteninternet versorgen. Stattdessen soll ein kombiniertes Netzwerk aus Satelliten und terrestrischer Infrastruktur auch in Städten und Gebäuden eine zuverlässige Mobilfunkverbindung ermöglichen. Einen wichtigen Schritt machte das Unternehmen bereits mit der vereinbarten Übernahme von Funkfrequenzen im Wert von rund 8 Milliarden Dollar. Der Kauf steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der amerikanischen Regulierungsbehörde FCC.

80 Milliarden Dollar könnten nötig werden

Der Einstieg in den Mobilfunkmarkt dürfte für Musk erheblich teurer werden als zunächst vermutet. Analysten von TD Cowen schätzen, dass SpaceX mehr als 80 Milliarden Dollar für den Aufbau eines konkurrenzfähigen Netzes benötigen könnte. Neben zusätzlichen Frequenzen wären Investitionen in Mobilfunkmasten, Antennen und die Kundenbetreuung notwendig. Gleichzeitig verschlingen andere Projekte wie das Starship-Raketenprogramm und der Ausbau der KI-Infrastruktur enorme Summen. Die Finanzierung wird damit zur zentralen Herausforderung.

Etablierte Mobilfunkriesen unter Druck

Für Verizon, AT&T und T-Mobile könnte der neue Konkurrent langfristig gefährlich werden. Bereits die Ankündigung des Frequenzkaufs setzte die Aktien der drei amerikanischen Telekommunikationskonzerne unter Druck. Zusammengenommen verloren sie zeitweise rund 60 Milliarden Dollar an Börsenwert. Dennoch besitzen die etablierten Anbieter einen entscheidenden Vorsprung: Sie verfügen über ausgebaute Mobilfunknetze und Millionen bestehender Kunden. SpaceX müsste diese Infrastruktur erst aufbauen oder sich Zugang zu vorhandenen Netzen sichern.

Auch Selenskyj sorgt für Gegenwind

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen sieht sich SpaceX mit politischen Spannungen konfrontiert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte Einschränkungen beim Einsatz satellitengestützter Kommunikationssysteme für militärische Drohnen. Demnach sollen bestimmte Verbindungen bei höheren Fluggeschwindigkeiten begrenzt sein. Die ukrainische Führung verhandelt über eine Aufhebung der Beschränkungen. Der Streit verdeutlicht die geopolitische Bedeutung der Satellitentechnologie und zeigt, dass Musks Unternehmen nicht nur mit technischen und finanziellen Risiken umgehen muss.

Was bedeutet die Offensive für Anleger?

Die Mobilfunkpläne eröffnen SpaceX langfristig zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, könnten aber über Jahre hohe Investitionen erfordern. Analysten bezweifeln, dass sich innerhalb eines Jahrzehnts ein landesweit konkurrenzfähiges Netz aufbauen lässt. Für die etablierten Telekommunikationskonzerne entsteht damit zwar eine neue Bedrohung, kurzfristig bleibt ihre Marktposition jedoch stark. Entscheidend wird sein, ob SpaceX seine Satellitentechnologie wirtschaftlich mit einem eigenen Mobilfunknetz verbinden kann. Für Anleger dürfte Musks nächstes Großprojekt deshalb gleichermaßen Chancen und erhebliche Risiken bergen.

 

 

Bn-Redaktion/lh
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