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BMW-Aktie unter Druck

8.000 Stellen vor dem Abbau – jetzt zählt die Kostenwende 17.10.2026, 15:56 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Abfindungswelle sorgt für Antragspause

Die Nachfrage nach dem freiwilligen Ausscheiden ist offenbar so hoch, dass BMW die Annahme weiterer Anträge vorübergehend gestoppt hat. Zunächst werden die bereits eingegangenen Anträge abgearbeitet. Der geplante Stellenabbau soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein und betrifft insbesondere Deutschland. Die hohe Beteiligung erleichtert zwar den Personalumbau, sagt aber noch nichts über dessen späteren finanziellen Erfolg aus.

Milliardenkosten stehen Einsparungen gegenüber

Der Konzern rechnet ab 2028 mit einer jährlichen Entlastung von etwa einer Milliarde Euro. Dem stehen zunächst hohe Aufwendungen gegenüber. Für Abfindungen sind allein 2026 rund eine Milliarde Euro vorgesehen, im kommenden Jahr könnten weitere Kosten entstehen. Entscheidend ist daher, ob BMW nach Abschluss des Umbaus dauerhaft mehr einspart, als für die Neuordnung zunächst ausgegeben werden muss.

Neue Modelle sollen gegensteuern

Parallel zum Personalabbau investiert BMW weiter in neue Technologien und Fahrzeuge. In Shenyang ist inzwischen die Produktion von Hochvoltbatterien der sechsten Generation gestartet. Zudem sollen bis Ende 2027 in China rund 20 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt kommen. Der Konzern versucht damit, seine Kostenstruktur zu verbessern und gleichzeitig neue Impulse für das Geschäft zu setzen.

China wird zum Problemfaktor

Gerade bei den Absatzzahlen zeigt sich jedoch, wie groß die Herausforderung ist. Im dritten Quartal verkaufte BMW weltweit 6,4 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum. In China fiel der Rückgang mit 25 Prozent noch wesentlich stärker aus. Eine anhaltende Nachfrageschwäche könnte damit einen Teil der geplanten Einsparungen wieder zunichtemachen.

Jetzt zählt die Umsetzung

Die BMW-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 40 Prozent eingebüßt. Für eine nachhaltige Stabilisierung dürfte deshalb nicht allein die hohe Nachfrage nach Abfindungen entscheidend sein. BMW muss zeigen, dass der Stellenabbau tatsächlich zu einer niedrigeren Kostenbasis führt, gleichzeitig aber wichtige Fähigkeiten im Unternehmen erhalten bleiben und die neue Modellpalette genügend Nachfrage erzeugt. Der eigentliche Härtetest beginnt damit erst nach der Antragswelle.

Bn-Redaktion/js
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