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Volkswagen-Aktie stürzt ab

22.524 E-Autos zurückgerufen 08.10.2026, 18:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

VW
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Volkswagen ruft 22.524 Elektroautos zurück

Volkswagen ruft in den USA 22.524 Elektrofahrzeuge vom Typ ID.4 zurück. Betroffen sind bestimmte Fahrzeuge der Modelljahre 2023 bis 2026, die zwischen Anfang 2023 und dem 1. Februar 2025 produziert wurden. Hintergrund ist ein mögliches Problem mit der Hochvoltbatterie, das im ungünstigsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen kann. Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA sind schätzungsweise rund 0,1 Prozent der zurückgerufenen Fahrzeuge tatsächlich von dem Defekt betroffen.

Besitzer sollen nur bis 80 Prozent laden

Eine endgültige technische Lösung befindet sich noch in Entwicklung. Bis die Reparatur verfügbar ist, sollen Besitzer die Batterie ihrer Fahrzeuge auf maximal 80 Prozent laden. Erste Schreiben zur Information der betroffenen Kunden sind für den 27. November 2026 vorgesehen. Anschließend sollen weitere Benachrichtigungen folgen, sobald eine konkrete Reparaturlösung bereitsteht. Für Volkswagen trifft der Rückruf ausgerechnet eine Modellreihe, die eine wichtige Rolle in der Elektrostrategie des Konzerns spielt.

893 Millionen Euro für Rivian

Parallel sorgt die Partnerschaft mit Rivian für Aufmerksamkeit. Der US-Elektroautobauer hat einen bereits vereinbarten Kredit von Volkswagen über umgerechnet rund 893 Millionen Euro vollständig abgerufen. Die Finanzierung läuft über zehn Jahre und ist Teil der bestehenden Zusammenarbeit beider Unternehmen. Über ihr Gemeinschaftsunternehmen entwickeln Volkswagen und Rivian gemeinsam Software und elektrische Fahrzeugarchitekturen. Die Mittel sollen Rivian zusätzlichen finanziellen Spielraum für allgemeine Unternehmenszwecke geben.

Volkswagen steht unter Ergebnisdruck

Der zusätzliche Kapitalbedarf trifft Volkswagen in einer ohnehin anspruchsvollen Phase. Im ersten Halbjahr 2026 sank der Fahrzeugabsatz um 8,4 Prozent auf rund 4 Millionen Fahrzeuge. Das operative Ergebnis ging um 11,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zurück. Im September senkte Volkswagen zudem seine Jahresprognose. Für 2026 erwartet der Konzern inzwischen eine operative Umsatzrendite von nur noch bis zu 1 Prozent.

Volkswagen-Aktie verliert rund 4 Prozent

An der Börse fällt die Reaktion deutlich aus. Die Volkswagen-Vorzugsaktie verlor am Donnerstag zeitweise rund 4 Prozent auf etwa 67 Euro. Damit rücken neben den laufenden Belastungen nun auch der ID.4-Rückruf und die finanzielle Verbindung zu Rivian stärker in den Fokus. Für Anleger stellt sich vor allem die Frage, wie schnell Volkswagen seine Profitabilität stabilisieren und gleichzeitig die hohen Investitionen in Elektromobilität und Software wirtschaftlich nutzen kann.

Bn-Redaktion/tb
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