Deutsche Bank setzt erneut auf Investmentbanking trotz vergangener Skandale und Marktflaute

vom 09.05.2023, 14:10 Uhr
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Die Deutsche Bank setzt nach Jahren der Sanierung und Fokussierung auf das Privat- und Unternehmenskundengeschäft erneut auf das Investmentbanking. In der Vergangenheit waren zahlreiche Skandale in diesem Bereich aufgetreten, die zu hohen Strafen und einem schlechten Image führten. Nun möchte das Management jedoch in diesem Bereich wieder neue Kapazitäten aufbauen und Marktanteile zurückerobern, unter anderem durch die Übernahme des Unternehmensmaklers Numis. Die günstigen Preise und die gestiegene Zahl an Arbeitnehmern in der Branche könnten dabei von Vorteil sein.

Übernahme von Numis: Stärkung der Präsenz im Firmenkundensegment im Vereinigten Königreich

Die Deutsche Bank hat letzte Woche eine Einigung über die Bedingungen eines Barangebots für die Übernahme von Numis Corporation Plc bekannt gegeben. Numis ist ein führendes Corporate-Broker- und Beratungsunternehmen im Vereinigten Königreich mit 166 Corporate-Broking-Kunden, darunter 64 Kunden aus dem FTSE 350. Die Transaktion soll der Deutschen Bank helfen, ihre Strategie als globale Hausbank zu beschleunigen und ihre Präsenz im Firmenkundensegment im Vereinigten Königreich zu intensivieren. Dadurch wird die Deutsche Bank zu einem führenden Anbieter für den umfassenden Finanz- und Beratungsbedarf von mehr als 170 Firmenkunden.

Vergangenheit: Skandale und hohe Strafen im Investmentbanking

Seit der Finanzkrise war die Deutsche Bank in viele Skandale verwickelt, bei denen hauptsächlich Mitarbeiter aus dem Investmentbanking involviert waren. Der Konzern war zu abhängig von den Erfolgen des Segments und erhielt hohe Strafen.

CEO Christian Sewing hat das klassische Kreditgeschäft gestärkt, was sich in den jüngsten Quartalszahlen positiv widerspiegelt. Die Deutsche Bank hat den Aktienhandel aufgegeben und ist gut positioniert beim Handel mit Anleihen und Währungen sowie Derivaten. Im M&A-Geschäft hat das Unternehmen mit der US-Konkurrenz schon länger nicht mehr mithalten können. Jetzt versucht die Deutsche Bank jedoch ausgerechnet in diesem Bereich neue Kapazitäten aufzubauen, obwohl der Markt seit dem Krieg in der Ukraine stark eingebrochen ist.

Neue Kapazitäten im M&A-Geschäft trotz Marktflaute

In letzter Zeit hat die Deutsche Bank 25 wichtige Positionen mit ehemaligen Mitarbeitern der Credit Suisse besetzt. Ziel ist es, durch die Übernahme von Numis, im Geschäft mit Unternehmensfinanzierungen verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Obwohl der Markt in diesem Bereich stark geschrumpft ist, wird der Kauf aufgrund gesunkener Unternehmenspreise und erhöhter Verfügbarkeit von Fachkräften gerechtfertigt.
Börsennews-Redaktion / pr

Quelle: BörsenNEWS.de

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