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ABB-Verkauf der Robotiksparte an Softbank durch China blockiert 05.11.2026, 07:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der geplante Verkauf der Robotiksparte von ABB CH0012221716 an den japanischen Technologiekonzern Softbank JP3436100006 ist ins Stocken geraten. Die chinesischen Behörden haben die Übernahme des Geschäfts in China untersagt, wie der Schweizer Technologiekonzern am Donnerstag mitteilte. Damit steht die milliardenschwere Transaktion auf der Kippe.

ABB hatte im Oktober 2025 vereinbart, die Sparte für einen Unternehmenswert von rund 5,4 Milliarden US-Dollar an Softbank zu verkaufen. Die chinesische Behörde für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen habe die Übernahme des China-Geschäfts nun untersagt, teilte ABB mit. Beide Unternehmen stünden aber weiterhin in engem Austausch und arbeiteten konstruktiv an der Transaktion.

Zu den möglichen Folgen für den gesamten Verkauf und den nächsten Schritten wollte sich ABB auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP zunächst nicht weiter äußern.

Hintergrund sind laut einem Bericht der "Financial Times" (FT) unter anderem Sicherheitsbedenken Chinas. Die Behörden befürchteten demnach, dass Daten aus der Robotikproduktion ins Ausland gelangen und dort zum Training von KI-Modellen verwendet werden könnten. Dazu gehörten möglicherweise auch Modelle von OpenAI, an dem Softbank maßgeblich beteiligt ist.

Zudem hätten die Behörden geprüft, ob geistiges Eigentum in China verbleiben müsse. Auch eine Abspaltung von Teilen des Geschäfts an chinesische Eigentümer sei erwogen worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Für Softbank komme der Entscheid überraschend, hieß es im Bericht. Noch vergangene Woche sei der Konzern von einer Genehmigung ausgegangen. Nun werde geprüft, ob ein neuer Anlauf möglich sei.

China ist der größte Markt für die ABB-Robotiksparte. Mehr als 90 Prozent der für chinesische Kunden bestimmten Roboter werden vor Ort hergestellt. In Shanghai betreibt ABB seit 2022 eine für 150 Millionen Dollar errichtete Roboterfabrik.

Der geplante Verkauf ist Teil des Konzernumbaus von ABB. Ursprünglich war ein Börsengang der Robotiksparte vorgesehen. Softbanks Angebot wurde jedoch als attraktiver eingestuft. Die EU-Kommission hatte die Übernahme genehmigt.

ABB rechnete bisher mit einem Nettoerlös von rund 5,3 Milliarden Dollar. Die Mittel sollten unter anderem für Übernahmen eingesetzt werden. Erst kürzlich kündigte ABB den Kauf des britischen Automatisierungsspezialisten Rotork für 5,5 Milliarden Dollar an. Konzernchef Morten Wierod hatte dabei auch auf die erwarteten Einnahmen aus dem Robotikverkauf verwiesen.

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