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Kursrally von TKMS stockt trotz Milliarden-Deal mit Kanada 07.07.2026, 13:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.135,50 EUR ±0,00 % Baader Bank
TKMS 91,20 EUR -2,88 % Tradegate

(Kursentwicklung aktualisiert, Hanwha Ocean, Expertenkommentar ergänzt)

FRANKFURT/SEOUL (dpa-AFX) - Nach fast einem Drittel Kurszuwachs in fünf Tagen ist die Rally der Aktien von TKMS DE000TKMS001 am Dienstag ins Stocken geraten - trotz eines Milliardendeals mit Kanada. Bei 98,20 Euro drehten die Papiere der Marinewerft am Morgen kurz vor der Charthürde um 100 Euro ab und kosteten gegen Mittag nur noch 91 Euro, zweieinhalb Prozent weniger als tags zuvor. Am Montagmittag kamen die ersten Nachrichten zu dem U-Boot-Deal mit Kanada in den Markt.

Kanada setzt bei der Erneuerung seiner U-Boot-Flotte auf eine milliardenschwere Kooperation mit Deutschland und Norwegen. Für TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Dabei sollen die Kieler bis zu zwölf U-Boote liefern, wie Premierminister Mark Carney in Halifax vor seiner Abreise zum Nato-Gipfel in Ankara sagte, der am heutigen Dienstag beginnt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßte die Entscheidung: "Dies ist ein großes, strategisches Vorhaben, das Kanada, Deutschland und Norwegen auf Jahrzehnte verbindet." Die kanadische Regierung setze damit vor dem Nato-Treffen ein starkes Zeichen der transatlantischen Zusammenarbeit.

Ausgestochen wurde das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean KR7042660001. Dessen Aktien brachen letztlich um fast 22 Prozent ein.

Die Südkoreaner sahen sich als Opfer der "Barriere, die das Nato-Bündnis darstellt". Südkorea ist kein vollwertiges Nato-Mitglied, gilt jedoch als wichtiges Partnerland der Militärallianz im Indopazifik. Präsident Lee Jae Myung nimmt in Ankara erstmals seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr persönlich an einem Nato-Gipfel teil.

Von Analysten bekam TKMS derweil weiteres Lob. Mit diesem Deal habe man nun alle seine großen Chancen auch in trockene Tücher gebracht, und damit die Stärken eindrucksvoll unterstrichen, schrieb Sriram Krishnan von der Deutschen Bank. Der Experte erinnerte dabei auch an die jüngste Planänderung des deutschen Verteidigungsministeriums, das auf die Fregattenklasse 128 von TKMS setzen will und damit Rheinmetall DE0007030009 mit ihrem Typ F126 eine Absage erteilte. Rheinmetall-Aktien haben diesen Rückschlag von 24. Juni immer noch nicht ganz verarbeitet, die Papiere von TKMS stehen derweil deutlich höher.

Sollten es die TKMS-Aktien über die Charthürde im Bereich 100 Euro schaffen, wäre der Weg frei zum Rekord vom ersten Handelstag im vergangenen Oktober bei 107 Euro.

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