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Lufthansa dreht ins Plus - Ryanair und Kühne im Blick 18.05.2026, 16:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Lufthansa 7,705 EUR +0,25 % TTMzero RT
Ryanair Holdings 23,14 EUR +2,05 % TTMzero RT
easyJet 3,997 EUR -0,08 % Baader Bank
Wizz Air Holdings 10,72 EUR -1,29 % Quotrix Düsseldorf

(neu: Kursentwicklung, Details zum Iran-Krieg)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien von Lufthansa DE0008232125 sind am Montag im Handelsverlauf mit dem Gesamtmarkt ins Plus gedreht. Im Nahost-Krieg zeichnet sich eine vage Annäherung zwischen den USA und dem Iran ab. Obendrein wurde in einem Medienbericht der mögliche Ausbau der Beteiligung durch den Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne thematisiert. Die Lufthansa-Papiere zogen am Nachmittag um 1,5 Prozent an. Der gesamteuropäische Sektorindex Stoxx Europe 600 Travel & Leisure CH0019112744 stand nach schwachem Wochenstart mittlerweile ebenfalls deutlich im Plus.

Gestützt wurde das Branchenumfeld von Berichten über neue Verhandlungsvorschläge im Iran-Krieg. Iranischen Medien zufolge sollen die USA dazu bereit sein, Ölsanktionen gegen das Land vorübergehend zu lockern. Die Ölpreise gaben daraufhin nach, blieben aber auf hohem Niveau. Das bereitet gerade Fluggesellschaften wegen der verteuerten Treibstoffe große Sorgen. Die Unsicherheiten führten am Montag auch dazu, dass sich der irische Billigflieger Ryanair IE00BYTBXV33 keine Gewinnprognose für das laufende Jahr zutraut.

Experten von JPMorgan und Bernstein Research gehen davon aus, dass nach den Nachrichten bei Ryanair mit sinkenden Analystenerwartungen zu rechnen ist. Die Titel des Billigfliegers schnellten in Dublin nach schwachem Start mit dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr zuletzt dennoch um mehr als sechs Prozent nach oben. An der Londoner Börse gewannen Easyjet GB00B7KR2P84 1,3 Prozent, Wizz Air JE00BN574F90 gaben dagegen um 0,7 Prozent nach.

Was die Anteile der Kühne Holding an der Lufthansa betrifft, wurde auf ein Gespräch von Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt der "Neuen Zürcher Zeitung" verwiesen. Dieser schließt den Erwerb weiterer Aktien innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht aus. Ein Händler sah darin aber keine Überraschung. Die aktuell 20 Prozent große Beteiligung diene der Umsetzung strategischer Ziele, hieß es. Die Holding ist bereits größter Einzelaktionär der Lufthansa.

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