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Chemiewerte unter Druck - Auch Evonik trotz Personalabbaus 18.06.2026, 14:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Lanxess 15,76 EUR -1,65 % Lang & Schwarz
Brenntag 53,75 EUR -1,61 % Baader Bank
BASF 48,35 EUR -2,18 % Tradegate
Evonik Industries 15,30 EUR -2,58 % Lang & Schwarz
FUCHS Pref 39,29 EUR -0,03 % Lang & Schwarz

Im europäischen Chemiebereich nehmen die Anleger derzeit wieder Gewinne mit. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals EU0009658608 kam mit einem Abschlag von 1,5 Prozent weiter zurück von seinem Jahreshoch, dem er vor einigen Tagen noch nahe gestanden hatte. Tatsächlich stammt es von Ende Mai, als der Sektorindex im Zuge der Sonderkonjunktur durch den Nahost-Krieg mit 1242 Punkten seien höchsten Stand seit Juli 2025 erreicht hatte.

Unter den Einzelwerten zeigte sich die Abwärtsbewegung am Donnerstag relativ stark bei den beiden Dax-Werten BASF DE000BASF111 und Brenntag DE000A1DAHH0 sowie Evonik DE000EVNK013, die allesamt drei Prozent oder mehr verloren. Trotz eines angekündigten Stellenabbaus scherte der Evonik-Kurs also nicht groß aus. Der Spezialchemiekonzern will bis Ende 2029 weitere 3.200 Stellen streichen und das Polyester-Geschäft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro einstellen.

Die Chemiewerte befinden sich derzeit nach Mitte April und Ende Mai in ihrer dritten Korrekturphase einer Frühjahrsrally. Diese hatte im März nach dem ersten Rückschlag wegen des Iran-Kriegs begonnen in der Annahme, dass die Konflikte im Nahen Osten Lieferengpässe nach sich ziehen und den Unternehmen mittels höherer Preise für Chemieprodukte eine Sonderkonjunktur bescheren.

Ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ist mittlerweile aber unterschrieben. Im Zuge dessen werde Teheran die für Transporte wichtige Straße von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", heißt es. Experten hatten ohnehin immer wieder betont, dass der Iran-Krieg eher einen Zwischeneffekt bringe als eine Trendwende für Deutschlands drittgrößte Industriebranche. Der Branchenverband VCI hatte selbst Ende Mai von "Hamsterkäufen" gesprochen.

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