Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
AKTIE IM FOKUS

Evonik profitiert weiter von Übernahmespekulationen 09.10.2026, 11:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BASF 51,50 EUR -0,73 % Lang & Schwarz
Evonik Industries 21,26 EUR +1,43 % Baader Bank
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Übernahmefantasie hat den Aktienkurs des Spezialchemiekonzerns Evonik DE000EVNK013 am Freitag weiter nach oben getrieben. So könnten vor dem Wochenende Weichenstellungen in puncto der Bestrebungen der BASF DE000BASF111 anstehen, den MDaxDE0008467416-Konzern zu kaufen. Mit bis zu 21,54 Euro erreichten die Evonik-Papiere den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2025. Zuletzt stiegen sie noch um knapp eineinhalb Prozent auf 21,28 Euro. Die BASF-Anteilsscheine notierten mit 51,52 Euro rund ein halbes Prozent im Minus.

Laut einer Sprecherin der RAG-Stiftung, der mit 43 Prozent größten Evonik-Anteilseignerin, tagt das Kuratorium der Stiftung an diesem Freitag. Zudem berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf Branchenkreise, dass ebenfalls am heutigen Freitag der BASF-Aufsichtsrat beraten wird.

Erst vor rund zwei Wochen hatten die beteiligten Unternehmen sowie die RAG-Stiftung als größte Evonik-Anteilseignerin bekannt gemacht, dass es ein Angebot der BASF für den Spezialchemiekonzern aus Essen gibt. Laut der "Financial Times" stand ein Angebot in Höhe von 22,15 Euro je Evonik-Aktie im Raum. Vor ersten Berichten über die Pläne der BASF hatten die Evonik-Aktien gut 18 Euro gekostet, aktuell notieren sie etwas über 21 Euro.

Europäische Chemieunternehmen profitieren aktuell zwar ein Stück weit von einer Sonderkonjunktur durch die teilweise Sperrung der Straße von Hormus infolge des Krieges zwischen den USA und dem Iran. Die Sperrung der wichtigen Seefahrtroute führte zu Ölengpässen vor allem in Asien, was der dort ansässigen Konkurrenz europäischer Chemiekonzerne schwer zu schaffen machte und teils immer noch macht. Gleichzeitig steckt die europäische Chemieindustrie aber schon länger in der Krise, die Konkurrenz aus Asien wächst. Viele Konzerne bauen um und streichen Stellen, so auch BASF und Evonik. Daher ist eine mögliche Übernahme auch ein politisch aufgeladenes Thema.

So hatte vor wenigen Tagen die oppositionelle SPD eine Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen an Evonik vorgeschlagen. Die Landesregierung solle prüfen, ob das Land selbst als Gesellschafterin aktiv werde, "und somit RAG-Stiftung und Land NRW über 50 Prozent plus X am Konzern verfügen", heißt es in einem Antrag der SPD-Landtagsfraktion.

Abseits von politischen Gedankenspielen hätte eine Übernahme von Evonik durch den DaxDE0008469008-Konzern BASF für die RAG-Stiftung durchaus positive Aspekte. Zu diesem Schluss kommt Dirk Sammüller von Greiff Capital und Fondsberater des Greiff Special Opportunities. Wichtig für die RAG-Stiftung sind vor allem beständige Dividendenzuflüsse, denn sie muss die Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlebergbaus tragen.

Durch eine Einigung mit der BASF könne die RAG-Stiftung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, so Sammüller. Sie würde die ohnehin geplante Anteilsverringerung an Evonik erheblich vorantreiben und wäre zugleich an einem neuen Chemieriesen beteiligt. Dafür muss allerdings der Preis stimmen. "Eine Nachbesserung in Richtung 23 bis 25 Euro wäre der naheliegende nächste Schritt." Analyst Sebastian Bray von der Privatbank Berenberg hält sogar eine Offerte von 24 bis 25 Euro für denkbar.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,25
Hebel: 20,85
mit starkem Hebel
Ask: 0,80
Hebel: 6,64
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MR97L2 MM29J2. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer