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Pharma- und CropScience-Geschäfte treiben Erholung von Bayer an 12.05.2026, 11:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Bayer 39,30 EUR +6,13 % Lang & Schwarz

Die Aussicht auf steigende Marktschätzungen nach starken Quartalszahlen hat die Bayer-Aktie DE000BAY0017 am Dienstag mit kräftigen Kursgewinnen an die Dax DE0008469008-Spitze getrieben. Am späteren Vormittag stieg sie um 6,3 Prozent auf 39,43 Euro und lieferte damit zugleich charttechnisch bessere Signale.

Sowohl im Pharmageschäft als auch in der Agrarsparte CropScience verdiente Bayer im ersten Quartal deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Das "Ergebnis von CropScience war stark", schrieb etwa Peter Spengler von der DZ-Bank und verwies - wie auch Barclays-Analyst Charles Pitman-King - auf das gute Geschäft mit Soja und Maissaatgut sowie auch auf Kostensenkungen. Spengler sowie Analyst Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan rechnen nun - nicht zuletzt auch wegen des nachlassenden Gegenwinds auf der Währungsseite - mit leicht steigenden Markterwartungen.

Der "nächste Trigger" für die Aktie wird laut dem DZ-Bank-Experten wohl die Entscheidung des US Supreme Court zu Glyphosat sein. So setzt Bayer auf eine Grundsatzentscheidung des obersten US-Gerichts, die vielen Glyphosat-Klagen die Grundlage entziehen könnte. Vor dem US Supreme Court fand Ende April eine Anhörung statt. Eine Entscheidung der Richter könnte es bis Ende Juni geben.

Zudem hob er hervor, dass das Jahr 2026 für Konzernchef Bill Anderson ein entscheidendes sei, "da es seine erste Strategie-Runde abschließt". Ziele seien der Abbau der Verschuldung und des Glyphosat-Risikos sowie der Neuaufbau der Pharma-Pipeline. "Mit dem Vergleich zur Beilegung zukünftiger Klagen könnte zwar das Glyphosat-Risiko gesenkt werden, aber es erhöht kurzfristig die Verschuldung."

So versucht Bayer aktuell neben den Bemühungen vor dem US Supreme Court, mit einem im Februar angekündigten, milliardenschweren Sammelvergleich das Thema Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten weitgehend vom Tisch zu bekommen. Die Kläger müssen bis Anfang Juni entscheiden.

Was die Aktie betrifft, wartet der nächste Widerstand jetzt bei knapp unter 41 Euro in Form der 90-Tage-Durchschnittslinie, die ebenfalls ein mittelfristiger Trendindikator ist. Etwas darüber liegt dann das obere Ende der Konsolidierungsspanne der vergangenen Wochen, die von etwa 36 bis 42 Euro verläuft.

Seit Beginn des laufenden Jahres liegt das seit der Monsanto-Übernahme 2018 und den damit verbundenen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten schwer unter Druck geratene Papier zwar wieder 6,5 Prozent im Plus. Bis zum Jahreshoch Mitte Februar bei knapp unter 50 Euro ist es aber noch ein ganzes Stück hin.

Die im November 2025 gestartete Kursrally war von starken Studiendaten zum Gerinnungshemmer Asundexian ausgelöst worden. Hinzu kamen Fortschritte im US-Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat sowie um die seit Jahrzehnten verbotene Umweltchemikalie PCB.

Mitte Februar allerdings machte sich wieder Ernüchterung breit, denn ungeachtet des von Bayer angekündigten umfassenden Sammelvergleichs blieben zahlreiche Unsicherheiten bestehen; samt des noch ausstehenden Urteils des obersten US-Gerichts. Obendrein hatten die Anfang März vorgelegten Jahreszahlen und der Ausblick 2026 damals nicht begeistern können.

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