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Aktien Europa

Leichte Gewinne vor US-Zinsentscheidung - Ölpreisrückgang stützt 16.09.2026, 12:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
UK 100 10.716,88 PKT +0,33 % TTMzero RT
Eurozone 50 6.258,72 PKT +0,24 % TTMzero RT
FR 40 8.131,19 PKT +0,37 % TTMzero RT
CH 20 13.875,20 PKT +0,35 % TTMzero RT

Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch vor der US-Zinsentscheidung leicht zugelegt. Gesunkene Ölpreise gaben dabei leichten Rückenwind, doch die Karten werden erst am Abend neu gemischt. Die Aufmerksamkeit ist dabei ganz auf die Pressekonferenz der US-Notenbank gerichtet. "Dann wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt", betonte Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Entscheidend ist vor allem die Frage, wie es weitergeht."

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg um 0,27 Prozent auf 6.253,23 Punkte. Außerhalb der Eurozone ging es ebenfalls leicht nach oben. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gewann 0,24 Prozent auf 10.683,66 Zähler, der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 legte um 0,21 Prozent auf 13.838,30 Punkte zu.

Eine Zinserhöhung in den USA gilt als wahrscheinlich und dürfte die Märkte nicht belasten. "Die Rentenmärkte sind hochgradig nervös", stellte Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank, fest. "In dieser Lage würde eine Zinsanhebung und ein klar skizzierter Fahrplan helfen, die Märkte zu beruhigen und Finanzierungsbedingungen zu verbessern."

Würden die US-Währungshüter dagegen nichts tun, könnte dies belasten. "Sollte die Fed nicht agieren, würde sie eine große Verunsicherung hinterlassen, was zu weiter steigenden langlaufenden Zinsen und somit zu einer weiteren Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen führen würde", warnte Schallmayer.

Die Veränderungen der Einzelsektoren waren insgesamt überschaubar. Erholungstendenzen gab es bei den Rohstoff- und Technologiewerten. Letztere profitierten von guten Vorgaben der US-Halbleiterwerte. Das Schwergewicht ASML NL0010273215 legte mit 2,6 Prozent Aufschlag deutlich zu.

Am Ende des Feldes lagen die Autowerte. Berenberg-Analyst Romain Gourvil schrieb in einer Studie, der Weg zu einer positiven Entwicklung im Autosektor bleibe holprig. China, geopolitische Risiken und Inflationsdruck trügen zu schwachen Ertragsperspektiven, anhaltenden Überkapazitäten und zunehmendem Wettbewerb bei. Aktien von Renault FR0000131906 fielen mit 4,5 Prozent auffallend stark. Analyst Gourvil macht wachsenden Gegenwind für den französischen Autobauer aus.

Auch sonst setzten Analysen Akzente. So gewannen Amadeus IT ES0109067019 1,2 Prozent, nachdem die Deutsche Bank den Wert auf "Buy" angehoben hatte. Gleiches hatte das Institut mit den Aktien von AB Inbev BE0974293251 getan, die darauf um 0,7 Prozent stiegen.

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