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Verluste - Ericsson unter Druck 14.07.2026, 12:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.463,91 PKT -0,38 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 6.221,24 PKT -0,30 % Ariva Indikation
CAC 40 8.292,11 PKT -0,43 % Ariva Indikation
SMI 14.184,74 PKT -0,36 % Ariva Indikation

Die europäischen Börsen haben am Dienstag nachgegeben. Damit reagierten sie auf die angespannte Lage in der Golfregion und die weiter gestiegenen Ölpreise. "Die Straße von Hormus bleibt der Taktgeber für Ölpreis, Inflation und Börsen", fasste Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robo Markets die Lage zusammen "Steigende Ölpreise, höhere Anleiherenditen und wachsende Unsicherheit sorgen für Gegenwind."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor gegen Mittag 0,62 Prozent auf 6.232,32 Punkte. Außerhalb des Euroraums sank der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,71 Prozent auf 14.164,24 Punkte, während der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,55 Prozent auf 10.440,12 Zähler nachgab.

Zur Vorsicht am Markt trug die anlaufende US-Berichtssaison bei. Gleich mehrere großen Namen aus der Bankbranche legen Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor. Zudem gibt es US-Inflationsdaten. Sie könnten Hinweise auf die weitere US-Geldpolitik liefern.

Die Verluste zogen sich durch die meisten Branchen. Telekomwerte litten dabei unter den Abgaben von Ericsson SE0000108656, die um fast acht Prozent einknickten. Der Netzwerkausrüster hatte im zweiten Quartal auch wegen gestiegener Kosten weniger verdient. Auch Nokia FI0009000681 gaben etwas stärker nach.

Auch der Luxussektor musste Federn lassen. Auffallend schwach waren EssilorLuxottica FR0000121667 mit drei Prozent Abschlag. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel von 230 auf 200 Euro gesenkt und die Aktien von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Analyst Richard Felton kürzte seine Wachstumsschätzungen für den Optikkonzern. Das Geschäft mit KI-Brillen, das zuletzt für die anziehende Dynamik verantwortlich gewesen sei, stehe nun vor drei Problemen: deutlich höheren Vergleichshürden, intensiverem Wettbewerb und einer möglichen Veränderung des Geschäftsmodells durch eine günstige Smart-Brillenlinie mit Meta US30303M1027.

Zu den Gewinnern zählten dank der hohen Ölpreise dagegen die Aktien der Ölkonzerne. Noch stärker ging es mit den Stahlwerten nach oben, die damit ihre jüngste Erholung fortsetzten. Sie profitierten erneut von protektionistischen Maßnahmen der Europäischen Union (EU) für Stahlimporte. Hinzu kamen steigende Stahlpreise in der EU. ArcelorMittal LU1598757687 zogen um ein Prozent an.

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