Aktien Frankfurt Ausblick

Stabil nach starker erster Börsenwoche 2026 12.01.2026, 08:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 25.276,32 PKT -0,02 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Jahresstart am deutschen Aktienmarkt dürften die Anleger am Montag erst einmal durchatmen. Die Eskalation der Lage im Iran sowie die Zuspitzung im Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, bremsen die gute Laune etwas.

Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels für den Leitindex Dax mit minus 0,04 Prozent auf 25.251 Punkte einen minimal schwächeren Börsenauftakt. Am Freitag hatte er mit zwischenzeitlich 25.281 Punkten eine Bestmarke gesetzt und dabei im neuen Jahr bereits drei Prozent zugelegt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird zu Wochenbeginn ebenfalls kaum verändert erwartet.

Deutsche Aktien hätten einen "fulminanten Start" in das neue Jahr gehabt und inzwischen sei der "Dax aus technischer Sicht massiv überkauft", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die vergangenen Handelstage. "Jetzt steht den Börsen so etwas wie 'die Woche der Wahrheit' bevor", erwartet er, denn allmählich die Berichtssaison für das vierte Quartal 2025 stehe ins Haus. Da müsse sich zeigen, ob die steigenden Aktienkurse auch von steigenden Unternehmensgewinnen gestützt würden.

Trotz immenser geopolitischer Risiken hat der deutsche Leitindex seine positive Historie im ersten Monat des Jahres bislang bestätigt. Als zentraler Kurstreiber gilt die Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft 2026 dank eines immensen Infrastruktur-Pakets.

Aber auch die Entwicklungen in den USA schieben das deutsche Börsenbarometer an. So hatte erst am Freitag etwa der Arbeitsmarktbericht in den Vereinigten Staaten der Rekordjagd hierzulande weitere Impulse geliefert. Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank, der von einer "klar erkennbaren Schwäche am Jobmarkt der USA" schrieb, sieht für die US-Notenbank Fed nun "Raum für mehr Zinssenkungen, als es die Projektionen derzeit vorsehen".

Derweil nahm der Streit zwischen Trump und Powell Fahrt auf: Der Fed-Chef wies strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurück. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage.

Zudem gehen im Iran die Massenproteste gegen das Regime trotz wachsender Todeszahlen, exzessiver Drohungen des Sicherheitsapparats und einer nahezu vollständigen Internetsperre weiter. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist nun nach eigenen Angaben bereit, neue Sanktionen gegen den Iran vorzuschlagen. Zudem erhöhte US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik.

Bevor am Dienstag die US-Banken, angeführt von der Branchengröße JPMorgan , die Berichtssaison eröffnen, könnte hierzulande die Deutsche Bank in den Blick rücken. Es gibt bereits seit einigen Monaten Spekulationen, denen zufolge das Privatkundengeschäft in Indien abgestoßen werden solle. Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass dieses Filialgeschäft auf Interesse bei den indischen Privatbanken Kotak Mahindra und der Federal Bank stoße. "Positiv für die Stimmung, aber ansonsten kein Kurstreiber", sagte ein Händler zu den Gerüchten. Auf der Handelsplattform Tradegate gab die Aktie im Vergleich zum Börsenschluss am Freitag allerdings marktkonform um 0,3 Prozent nach.

Als "positiv für die Stimmung" wurden zudem kolportierte Neuigkeiten zum Volkswagen (VW) -Konzern aus den Handelsräumen kommentiert. Wie die "Automobilwoche" unter Berufung auf unternehmensinterne Quellen berichtet, will der Wolfsburger Autobauer mit seiner neuen Markenstruktur bis 2030 eine Milliarde Euro einsparen." Die VW-Aktie legte vorbörslich moderat zu.

Unter den kleinen Werten außerhalb der Dax-Familie, die aus Dax, MDax , SDax und TecDax besteht, könnten Baywa Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nachdem die Aktie am Freitag um etwas mehr als 13 Prozent gestiegen war, gab es nachbörslich dann Neuigkeiten zu Veränderungen im Management. Der hoch verschuldete Münchner Mischkonzern hat sich wegen interner Querelen von seinem vor weniger als einem Jahr berufenen Vorstandschef Frank Hiller getrennt.

Der Manager wird den Krisenkonzern im Sommer "einvernehmlich" verlassen, sein Amt als Vorstandsvorsitzender endet jedoch mit sofortiger Wirkung. Als Grund wurden "unterschiedliche Auffassungen über die mittel- bis langfristige Strategie" genannt. Der Aufsichtsrat berief keinen Nachfolger. Hillers Aufgaben sollen unter den verbliebenen drei Vorständen aufgeteilt werden. Am Sanierungsplan, der die finanzielle Gesundung bis Ende 2028 vorsieht, soll sich nichts ändern. Baywa legten vorbörslich auf Tradegate moderat zu./ck/mis

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 11,44
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 52,12
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GU6R51 GU4LGB. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

10:32 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

10:21 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

10:15 Uhr • Artikel • dpa-AFX

9:50 Uhr • Artikel • dpa-AFX

9:50 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer