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Dax bleibt über 25.000 Punkten - Lage im Iran-Krieg fragil 26.05.2026, 12:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 hat am Dienstag seiner jüngsten Kursrally Tribut gezollt. Trotz der zugespitzten Lage im Iran-Krieg hielten sich die Gewinnmitnahmen in Grenzen. Allerdings "wachsen schon wieder die Zweifel, ob es tatsächlich zeitnah zu einer schnellen und reibungslosen Einigung zwischen den Kriegsparteien kommen kann", warnte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Und für die Experten von Index-Radar "bleibt der fundamentale Nährboden dieser Rally fragil".

Gegen Mittag sank der wichtigste deutsche Aktienindex um 0,71 Prozent auf 25.210 Punkte. Für den MDax DE0008467416, der die mittelgroßen Börsenunternehmen enthält, ging es um 0,78 Prozent auf 32.551 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,9 Prozent.

Am Pfingstmontag hatte der Dax dank der anhaltenden Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs wieder die 25.000-Punkte-Marke geknackt und war zeitweise bis auf 25.438 Punkte geklettert. Das Rekordhoch aus dem Januar bei 25.507 Punkten rückte damit in greifbare Nähe. Ohne Impulse der feiertagsbedingt geschlossenen Wall Street hatte es aber nicht für eine Bestmarke gereicht.

Von den am Vortag freundlichen asiatischen Börsen kamen zuletzt durchwachsene Signale. Zudem zogen die deutlich gesunkenen Ölpreise wieder an, nachdem das US-Militär trotz der Waffenruhe im Iran Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert hat, die laut US-Militär Minen in der Meerenge verlegen wollten.

Im von Gewinnmitnahmen geprägten Markt gerieten die enorm gut gelaufenen Technologiewerte EU0009658921 und hier insbesondere Infineon DE0006231004 etwas unter Druck. Mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 75,69 Euro zählten die Aktien zu den schwächeren im Dax. Das Analysehaus MWB Research hob das Kursziel von 58 auf 60 Euro an, strich aber seine Halteempfehlung und rät nun zum Verkauf. Abed Jared billigte dem Unternehmen eine klare Verbesserung der Fundamentaldaten zu. Das preisten die Aktien aber schon ein und notierten klar oberhalb seines revidierten Kursziels, betonte der Experte.

Auch weitere Analystenaussagen bewegten die Kurse. Beim Dax-Konzern Merck DE0006599905 mussten die Anleger nach der jüngsten Erholung einen Rückgang um 1,9 Prozent auf 127,60 Euro verkraften. In der Einordnung des Bewertungsniveaus herrscht Unstimmigkeit zwischen Experten. Während James Vane-Tempest von der Investmentbank Jefferies die Aktien jetzt beim Kursziel von 129 Euro neu mit "Hold" einstuft, hält sie JPMorgan-Analyst-Richard Vosser immer noch für unterbewertet.

Für Wacker Chemie DE000WCH8881 bedeutete ein Kursrückgang um 3,4 Prozent auf 97,55 Euro einen der hinteren MDax-Plätze. Die Schweizer Großbank UBS erhöhte zwar das Kursziel von 84 auf 104 Euro, stufte die zuletzt stark erholten Aktien aber von "Buy" auf "Neutral". Der weitere Spielraum sei begrenzt, begründete Christian Bell seine Neubewertung. Die Berechenbarkeit des Timings und Ausmaßes einer weiteren Gewinnerholung sei schwierig und die Aktien seien vor diesem Hintergrund zunächst fair bewertet.

Dass Jefferies das Kursziel für Grand City Properties LU0775917882 deutlich senkte und die bisherige Kaufempfehlung strich, brockte den Aktien des Immobilienunternehmens einen Rutsch von 1,6 Prozent und einen der hinteren Plätze im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 ein. Branchenexperte Pierre-Emmanuel Clouard sieht bei einigen europäischen Immobilienwerten attraktive Einstiegschancen. Bei Grand City monierte er aber die geringe Aktienliquidität nach der Anteilsaufstockung durch Großaktionär Aroundtown LU1673108939 sowie einen anhaltenden Ergebnisdruck./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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