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Dax stabilisiert sich nach zweitägiger Talfahrt 09.07.2026, 11:59 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Nach den kräftigen Verlusten der vergangenen beiden Handelstage hat sich der Dax DE0008469008 am Donnerstag stabilisiert. Frühe Erholungsgewinne bröckelten jedoch rasch ab. Zur Mittagszeit stand für den deutschen Leitindex noch ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 24.930 Punkte zu Buche. Am Montag noch hatte er mit 25.900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, bis zur Wochenmitte aber bereits wieder mehr als 1.000 Punkte eingebüßt.

Der MDax DE0008467416, der Index der mittelgroßen Werte, erholte sich am Donnerstag mit plus 0,4 Prozent auf 31.652 Zähler.

Neben Verlusten aufgrund einer eingetrübten Stimmung für KI-Werte, die sich besonders in Asien bemerkbar gemacht hatte, belastete am Vortag zusätzlich die erneute Eskalation im Nahen Osten. Sie schürte einmal mehr Sorgen vor steigenden Ölpreisen und damit vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur.

"Monatelang entwickelte sich der Iran-Konflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die jüngsten Entwicklungen. "Das geopolitische Risiko hat spürbar zugenommen."

In Asien stabilisierten sich an diesem Morgen die Aktienmärkte. Dem südkoreanische Kospi KRD020020008, der besonders unter dem vorläufigen Ende der KI-Rally gelitten hatte und nun zurück ist auf Mai-Niveau, gelang am Ende des Handelstages der Dreh ins Plus. Hierzulande half dies auch Infineon DE0006231004 mit plus 1,2 Prozent im Dax. Im MDax erholten sich Aixtron DE000A0WMPJ6, Jenoptik DE000A2NB601, Elmos DE0005677108 oder auch Suss Microtec DE000A1K0235 etwas mit Gewinnen zwischen knapp 4 und 5,5 Prozent.

Auch Siltronic DE000WAF3001 waren mit von der Partie. Doch ihr Kursplus von fast 13 Prozent war auch einem positiven Analystenurteil zu verdanken. So hatte die französische Investmentbank Exane BNP das Kursziel kräftig auf 108 Euro angehoben und die Aktie auf "Outperform" hochgestuft. Martin Jungfleisch sieht die KI-Nachfrage als Katalysator für den Absatz von Wafern mit Durchmessern bis 300 Millimeter und hält daher massive Preissteigerungen für möglich.

Nordex DE000A0D6554 machten mit plus 4,4 Prozent einen kleinen Teil der Verluste der vergangenen Handelstage wett. Der Windkraftanlagenbauer meldete für das zweite Quartal deutlich mehr Bestellungen als im Vorjahr und auch als im ersten Quartal. Analysten sehen das Unternehmen damit auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen.

Deutz DE0006305006 profitierten mit plus 2,9 Prozent von einem angekündigten Zukauf. Der Motorenhersteller beschleunigt seinen Wandel in Richtung Rüstung und will die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) für rund 1,6 Milliarden Euro kaufen. FFG zählt zu den europäischen Anbietern für militärische Land- und Spezialfahrzeuge und ist Partnerin von Bundeswehr und Streitkräften der Nytao sowie der Ukraine.

Der Pharmazulieferer Schott DE000A3ENQ51 aus dem SDax DE0009653386 hob nach einem starken Quartal seine Jahresprognosen an. Die kanadische Bank RBC reagierte prompt mit einer Hochstufung auf "Outperform". Die Aktie gewann zuletzt noch gut 14 Prozent auf 20,15 Euro./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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