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Ölpreis über 100 Dollar belastet - Abwarten vor EZB-Sitzung 09.09.2026, 11:45 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 31.172,22 PKT -0,70 % Ariva Indikation
DAX 25.310,00 PKT ±0,00 % Lang & Schwarz

Der weiter steigende Ölpreis hat zur Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel belastet. Der Leitindex Dax DE0008469008 fiel gegen Mittag um knapp ein Prozent auf 25.780 Punkte. Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel gab um 0,8 Prozent auf 32.273 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor mit 1,1 Prozent deutlicher.

Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent ließ am Mittwoch die Marke von 100 US-Dollar hinter sich. Er stieg in diesem Jahr bereits um 64 Prozent. Raffinierte Produkte wie Diesel legten noch stärker zu, da sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Rote Meer nahe Saudi-Arabien ausgeweitet hat. Die europäischen Erdgaspreise stiegen nach den jüngsten US-Angriffen den vierten Handelstag in Folge.

Die Investoren fürchteten weitere Störungen der Ölproduktion und -transporte und preisten folglich höhere Energiepreise für längere Zeit ein, schrieb Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank. "Die Skepsis nimmt zu, dass die Ölpreise in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen".

Mit Blick auf Einzelwerte ist die Nachrichtenlage dünn. Die Deutsche Börse DE0005810055 will eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro ausgeben. Damit sollen allgemeine Unternehmenszwecke und Verbindlichkeiten finanziert werden. Die Aktien des Börsenbetreibers verloren 1,9 Prozent.

Eine Abstufung der BeiersdorfDE0005200000-Aktien von "Halten" auf "Verkaufen" durch die Deutsche Bank ließ diese um 1,5 Prozent nachgeben.

Die Papiere von SAP DE0007164600 gewannen 2,2 Prozent. Sie waren am Vortag unter Druck geraten. Auslöser waren neu aufgekommene Sorgen an der Wall Street über die Konkurrenz von Künstlicher Intelligenz für die Software-Branche.

Nicht gefragt waren Aktien der Rüstungsbranche. Die Anteilscheine von Rheinmetall DE0007030009, Renk DE000RENK730 und Hensoldt DE000HAG0005 verloren zwischen 2 und 3,4 Prozent.

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