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Öl über 100 Dollar

Neue Angriffe erhöhen das Risiko zum Wochenstart 20.09.2026, 13:21 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Öl
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Bild von Ben Wicks auf Unsplash
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Name Aktuell Diff. Börse
Öl (WTI) 95,49 USD +0,01 % Lang & Schwarz

Öl bleibt trotz Rückgang extrem teuer

Die Ölpreise sind am Freitag den dritten Handelstag in Folge gefallen, bleiben aber auf einem hohen Niveau. Brent beendete den Handel bei 103,23 US-Dollar je Barrel, umgerechnet rund 89,87 Euro, und verlor 1 Prozent. Die US-Sorte West Texas Intermediate, kurz WTI, schloss bei 95,49 US-Dollar, umgerechnet rund 83,13 Euro, und gab um 1,5 Prozent nach. Zuvor hatten Sorgen um mögliche Lieferausfälle die Preise zeitweise deutlich nach oben getrieben.

Hoffnung auf Entspannung drückte die Preise

Für den Rückgang zum Wochenschluss sorgte vor allem die Erwartung, dass sich die Probleme bei saudischen Ölexporten begrenzen lassen könnten. Eine beschädigte Ost-West-Pipeline hatte zuletzt Sorgen ausgelöst, dass wichtige Lieferungen aus Saudi-Arabien ausfallen könnten. Hoffnungen auf eine teilweise Wiederaufnahme der Transporte nahmen dem Markt zunächst etwas Risikoprämie. Gleichzeitig bleibt die Straße von Hormus stark beeinträchtigt, wodurch alternative Exportwege zusätzlich an Bedeutung gewinnen.

Neue Angriffe verändern die Ausgangslage

Über das Wochenende hat sich die Lage jedoch erneut zugespitzt. Die Huthi-Miliz reklamierte Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Ziele in Saudi-Arabien für sich. Betroffen gewesen sein sollen unter anderem Riad sowie Einrichtungen in Yanbu, einem wichtigen Standort für den saudischen Ölsektor. Saudi-Arabien bestätigte einen versuchten Raketenangriff auf Riad. Angaben über Schäden an Ölanlagen in Yanbu waren zunächst nicht unabhängig bestätigt.

Yanbu wird für den Ölmarkt wichtiger

Die Entwicklung ist für den Ölmarkt besonders relevant, weil Yanbu am Roten Meer eine wichtige Rolle für saudische Exporte spielt. Die Route gewinnt zusätzlich an Bedeutung, wenn Transporte durch die Straße von Hormus eingeschränkt sind. Bereits in der vergangenen Woche waren Verladungen in Yanbu zeitweise beeinträchtigt worden. Damit konzentriert sich das Risiko nicht mehr nur auf eine einzelne Transportroute. Weitere Störungen könnten das weltweit verfügbare Angebot erneut stärker in den Fokus rücken.

Neue Handelswoche könnte volatil starten

Für den Wochenstart dürfte deshalb entscheidend sein, ob sich die Angriffe auf die saudische Infrastruktur fortsetzen und ob weitere Lieferungen betroffen sind. Der Rückgang am Freitag zeigte, wie schnell Entspannungssignale einen Teil der Risikoprämie aus dem Ölpreis nehmen können. Die Ereignisse vom Wochenende erhöhen jedoch erneut die Unsicherheit. Mit Brent oberhalb von 100 US-Dollar, umgerechnet rund 87 Euro, bleibt der Ölpreis damit ein wichtiger Risikofaktor für Inflation, Unternehmen und Finanzmärkte.

Bn-Redaktion/tb
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