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AKTIEN IM FOKUS 2

Adobe und Oracle schwanken - Fazit für SAP nicht eindeutig 11.09.2026, 17:32 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
SAP 177,25 EUR -0,11 % Baader Bank
Oracle 130,50 EUR -7,45 % Baader Bank
Adobe 215,88 EUR +2,79 % Lang & Schwarz

(Neufassung in vielen Textbereichen wegen deutlicher Kursschwankungen)

FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX) - Die Zahlenvorlagen der US-Softwarekonzerne Adobe und Oracle haben am Freitag auch die Aktien von SAP DE0007164600 beeinflusst. Ein Zack-Zack-Kurs der beiden US-Aktien sowie der robuste Handelsstart der US-Börsen brachten den Effekt, dass die Aktien der Walldörfer ihr vorheriges Minus vollständig ausglichen. Zwischenzeitlich waren sie auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat abgerutscht.

Adobe US00724F1012 litt anfänglich unter einem enttäuschenden Umsatzausblick, konnte das fast dreiprozentige Minus aber bis zuletzt fast ausgleichen. Die Aktie war in den vergangenen Tagen schlecht gelaufen und so nahmen es die Anleger jetzt hin, dass die vorsichtige Umsatzprognose Fragen aufwirft, wie sich der Konzern im Wettbewerb behaupten kann.

Schwankungen gab es auch bei Oracle US68389X1054, die nach einem ersten Spitzenanstieg um acht Prozent zeitweise ins Minus rutschten. Zuletzt pendelten sie dann ähnlich wie Adobe um die Gewinnschwelle. Wie schon in den Tagen zuvor, entwickelten die Anleger einen gewissen Respekt vor einer zwischenzeitlichen Erholung, die die Aktien bis Anfang der Woche verzeichnet hatten.

Anleger wurden am Freitag also nur kurz davon vom Hocker gerissen, dass Oracle im ersten Geschäftsquartal kräftig von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert hat. Die Umsätze mit Cloud-Infrastruktur - das sind vor allem KI-Rechenzentren - zogen stärker an als von Analysten im Schnitt erwartet.

Adobe, Oracle und SAP machen 2026 bislang ein düsteres Börsenjahr durch, das von der Frage geprägt ist, ob die KI im Softwarebereich Geschäftsmodelle stören kann. Seit Jahresbeginn gerechnet stehen für die drei Aktien Kursabschläge zwischen 15 und 28 Prozent zu Buche. Anleger stellen sich außerdem die Frage, ob sich KI-Investitionen lohnen und wie schnell diese zur Marktreife führen werden.

Am Markt hieß es, es drohe der Verlust von Marktanteilen, wenn Kunden verstärkt günstigere KI-Lösungen von Wettbewerbern nutzen. Ähnliche Sorgen scheinen auch die Anleger von Adobe umzutreiben. Die Software von Adobe - bekannt für Programme wie Acrobat oder Photoshop - galt lange Zeit als Standard für Kreativ- und Marketingprofis. Doch durch generative KI ist es einfacher geworden, visuelle Medien ohne die teuren Produkte des Unternehmens zu erstellen, und viele der beliebten neuen KI-Tools stammen von Wettbewerbern.

Oracle war in früheren Zeiten stets ein guter Indikator für SAP, doch die Zeiten haben sich hier etwas geändert. Das US-Unternehmen ist zwar traditionell ein Anbieter von Datenbank-Software und Apps zur Unternehmenssteuerung. Im Hype um KI wurde das Geschäft in den vergangenen Jahren aber mehr und mehr auf Rechenzentren für Anwendungen im Netz verlagert.

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