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Goldman wird optimistischer für Chemie - Schub für Erholung 10.02.2026, 11:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung der Chemiebranche hat am Dienstag durch Goldman Sachs nochmals deutlich Schub bekommen. Expertin Georgina Fraser ging einen Schritt aus der Defensive und nahm eine pro-zyklische Haltung ein. Die Stimmung sei zwar noch schlecht, aber es gebe erste Anzeichen der Wirtschaftsbelebung und einer Besserung des Branchenumfelds, so Fraser. Die Branche ringt schon lange mit einer schwachen Konjunktur, sowie zunehmender Konkurrenz aus China und in Deutschland auch mit tendenziell hohen Energiepreisen.

Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals erreichte am Dienstag das höchste Niveau seit dem Spätsommer 2025. Von seinem Dreijahrestief im Dezember erholte sich das Kursbarometer damit um 12 Prozent. An der Börse wird schon die Zukunft gehandelt, also ein Ausweg der Branchenmisere gesehen.

Fraser änderte in ihrer Analyse in insgesamt sieben Fällen ihre Einschätzung, in den meisten zum Positiven hin. Bei Evonik revidierte sie ihre Meinung komplett und machte aus einer Verkaufs- eine Kaufempfehlung. Die Aktien kletterten daraufhin um 5,8 Prozent auf 15,86 Euro. Damit schafften sie es zurück über ihre exponentielle 200-Tage-Linie, einem längerfristigen Trendindikator. Im Januar waren die Aktien auf ein Rekordtief von 12,49 Euro gefallen.

Die Anteilsscheine von Symrise stiegen derweil nach einer Kaufempfehlung an der Spitze des Dax um mehr als 6 Prozent. Damit nimmt ihre Bodenbildung nach dem Rutsch auf ein Mehrjahrestief von rund 65 Euro im Dezember weiter Form an. Die Papiere des Schweizer Konkurrenten im Bereich Aromen und Duftstoffe, Givaudan , schüttelten anfängliche Verluste nach einer Verkaufsempfehlung von Fraser bis zum späten Vormittag ab.

Die Aktien von Lanxess ragten derweil mit einem Anstieg um fast 10 Prozent im MDax heraus. Hier hatte Fraser ihr Kursziel mehr als verdoppelt auf 23 Euro und ihr Verkaufsvotum aufgegeben. Sie stuft die Aktien nun mit "Neutral" ein. Die überproportionale Zielerhöhung resultiert auch aus ihrer höheren Ertragserwartung und deren Einfluss auf die Bewertung. BASF legten um über vier Prozent zu./ag/mis/jha/

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