Aktien New York Ausblick

Nasdaq schwach erwartet wegen KI- und Zinssorgen 28.04.2026, 14:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 49.200,01 PKT +0,04 % Ariva Indikation
US Tech 100 27.063,54 PKT -0,89 % Ariva Indikation

In New York zeichnet sich nach dem trägen Wochenauftakt am Dienstag eine uneinheitliche Börseneröffnung ab. Mehr als eine Stunde davor taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 0,2 Prozent höher auf 49.255 Punkte. Den zuletzt rekordhohen Tech-Index Nasdaq 100 US6311011026 sieht IG hingegen 1,2 Prozent tiefer bei 26.968 Punkten.

Marktbeobachter verwiesen auf wieder aufgetauchte Sorgen, ob die hohen Investitionen der Technologiebranche in Künstliche Intelligenz (KI) sich wirklich bezahlt machen.

"Der wichtigste Punkt sind nicht Umsatz oder Margen, sondern die Investitionsausgaben", sagte Amanda Lyons, Leiterin des IT-Sektors und Forschungschefin bei Energy Group Capital. Sie sieht die Unternehmen hier gewissermaßen in einer Zwickmühle: "Jeder Hinweis auf nachlassende Ausgaben würde vom Ökosystem negativ aufgenommen werden, doch ein starker Anstieg würde wahrscheinlich Fragen hinsichtlich der Renditen aufwerfen."

Dazu schürten die erneut deutlich steigenden Ölpreise wegen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg Konjunktur- und Inflationsängste. Ein daraus resultierender Anstieg der Zinsen würde auch die Finanzierungskosten der Tech-Unternehmen in die Höhe treiben. Mit den geldpolitischen Entscheidungen mehrerer großer Notenbanken gewinnt das Zinsthema in dieser Woche besondere Brisanz.

Am Morgen hatte die japanische Notenbank ihren Leitzins wie erwartet erneut stabil gehalten. Allerdings ist am Markt die Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung auf der nächsten Sitzung Mitte Juni gestiegen, denn die Entscheidung für unveränderte Zinsen fiel recht knapp aus.

Ökonomen gehen wegen des durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfelds überwiegend davon aus, dass auch die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch zum dritten Mal in Folge nicht verändern wird. Zudem liegt der Fokus der Anleger auf dem anstehenden Wechsel an der Fed-Spitze. Am Donnerstag steht dann noch die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank auf der Agenda.

Am Dienstag sorgten Geschäftszahlen einiger Unternehmen für vorbörsliche Kursbewegungen. So sackten die schon zuletzt schwachen Aktien von Spotify LU1778762911 um mehr als 9 Prozent ab. Der Streamingdienst legte einen durchwachsenen Quartalsbericht vor und blieb auch mit den Zielen für das laufende Quartal teilweise hinter den Erwartungen zurück.

Bei UPS US9113121068 stand ein Kursrückgang um gut 5 Prozent zu Buche. Der Logistikkonzern schlug sich im vergangenen Quartal ergebnisseitig besser als erwartet. Er bezeichnete den Jahresauftakt als entscheidende Übergangsphase mit der Umsetzung strategischer Maßnahmen für eine Rückkehr zum Wachstum. Überzeugen konnte das die Anleger aber ebenso wenig wie der bestätigte Ausblick.

Dass General Motors US37045V1008 (GM) dank eines Gerichtsurteils zu den US-Einfuhrzöllen die Jahresprognose für das bereinigte operative Ergebnis anhob, bescherte dem Autobauer indes ein Kursplus von ein Prozent. Das wegen Sonderkosten für die zurechtgestutzte Elektroauto-Strategie gesenkte Ziel für das Ergebnis je Aktie ließ den Markt kalt.

Der Getränkekonzern Coca-Cola US1912161007 startete auf vergleichbarer Basis besser als gedacht ins Jahr, was die Aktien vorbörslich um rund 3 Prozent steigen ließ.

Auch der Lack- und Farbenhersteller Sherwin-Williams US8243481061 übertraf die Erwartungen für das erste Quartal. Dies honorierten die Anteilsscheine mit einem Plus von 3,4 Prozent.

Erst nach dem Börsenschluss in New York wird der Quartalsbericht von T-Mobile US US8725901040 erwartet. Zuletzt hatten T-Mobile US und der Mutterkonzern Deutsche Telekom DE0005557508 mit einer möglichen Zusammenlegung beider Unternehmen Schlagzeilen gemacht.

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