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Erholung auch ohne Entspannung im Iran-Krieg 16.03.2026, 19:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Verlusten wegen des Iran-Krieges geben sich die Anleger am ersten Handelstag der dritten Kriegswoche etwas mutiger. Geringfügig nachgebende Ölpreise und steigende Kurse im Chipsektor sorgten am Montag für etwas Rückenwind. Ein Fass Öl der US-Sorte WTI, dessen Preis am Wochenende noch der 100-Dollar-Marke nahe stand, kostete zuletzt weniger als 95 US-Dollar.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte zwei Stunden vor Schluss 0,7 Prozent auf 46.871 Punkte zu. Er erholte sich damit von seinem Tief seit Ende November, auf dem der Leitindex der Wall Street am Freitag angekommen war. Während der marktbreite S&P 500 um 0,9 Prozent auf 6.693 Zähler stieg, ging es für den technologielastigen Nasdaq 100 um 1,1 Prozent nach oben auf 24.652 Punkte.

Zu Beginn der dritten Kriegswoche im Nahen Osten blieb der Iran Zielscheibe massiver Angriffe von Israel und den USA, ohne dass auf diplomatischer Ebene sichtbar Bewegung in den Konflikt kommt. Am Wochenende war es aber offensichtlich mehreren Öl- und Gastankern gelungen, die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus zu passieren. Laut dem JPMorgan-Analysten Otar Dgebuadze wird nun darüber spekuliert, ob der Iran chinesischen und indischen Schiffen die Durchfahrt erlauben könnte.

Der Markt versuche sich an einer Stabilisierung, aber es gebe noch keinen Optimismus, warnte der Anlagestratege Charu Chanana von Saxo Markets. Dass US-Präsident Donald Trump für die Sicherung von Öl- und Gastransportern durch die Meerenge die Hilfe anderer Staaten fordert, stieß bei diesen bislang auf ein verhaltenes Echo. Bundeskanzler Friedrich Merz hat einer deutschen militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern eine Absage erteilt.

Unternehmensseitig sorgte vor allem Meta für Aufmerksamkeit. Die Aktien erholten sich am Montag von ihrem jüngsten Tief seit Januar, wobei der Schwung mit etwas nachließ mit einem Anstieg um zuletzt 1,8 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Kreise berichtet, plant der Social-Media-Konzern eine Entlassungswelle, die jede Fünfte oder sogar noch mehr Stellen betreffen könnte.

Ziel der Entlassungen soll sein, die geplanten Massen-Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) zu kompensieren. In dieser Hinsicht wurde bekannt, dass Meta über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 27 Milliarden US-Dollar ausgeben will, um sich KI-Infrastrukturen des niederländischen Cloud-Spezialisten Nebius Group zu sichern. Dessen in New York gelistete Anteilsscheine sprangen daraufhin um 15 Prozent nach oben.

Im Chipsektor prägten Aktien von Speicherherstellern wie Sandisk , Seagate und Western Digital sowie deren Chipzulieferer Micron das Bild. Bei letzterer Aktie verwiesen Marktbeobachter auf optimistische Erwartungen für die am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen. In der Branche sorgt der KI-bedingte Ausbau von Rechenzentren schon länger für Fantasie und volle Auftragsbücher.

Die Anteilsscheine des Lagerraum-Vermieters National Storage Affiliates schnellten um fast 30 Prozent auf gut 40 US-Dollar hoch wegen einer Übernahmeofferte. Sie näherten sich damit den 41,68 Dollar, die der Branchenkollege Public Storage zu zahlen bereit ist. Dessen Aktien quittierten dies mit einem Abschlag von drei Prozent./tih/men

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