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Gewinnmitnahmen an Nasdaq verstärken sich deutlich 05.06.2026, 19:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.889,01 PKT -1,39 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.066,94 PKT -4,50 % Ariva Indikation
S&P 500 7.386,51 PKT -2,68 % Ariva Indikation

Die am Mittwoch schon eingeleitete Gewinnmitnahmen-Welle bei den heißgelaufenen US-Tech-Aktien hat zu Wochenschluss nochmals deutlich zugenommen. Als Belastung kam am Freitag hinzu, dass der veröffentlichte Jobbericht solide ausfiel und damit die Spekulationen bestärkte, dass die US-Notenbank Fed demnächst ihre Zinsen erhöhen wird. Aus Nahost gab es zu Wochenschluss weiter keine bahnbrechenden Nachrichten.

Der von Technologie geprägte Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 verluste zwei Stunden vor Handelsschluss 3,4 Prozent. Nach dem Rutsch unter die Marke von 30.000 Punkten erreichte er mit 29.386 Zählern wieder sein Niveau vor etwa zwei Wochen. Relativ stark mit nach unten gezogen wurde auch der marktbreite S&P 500 US78378X1072, der 1,7 Prozent auf 7.454 Punkte verlor.

Wie schon zuletzt schlug sich der Dow Jones Industrial US2605661048 besser, er verlor nur 0,8 Prozent auf 51.155 Punkte. Da er eher Standardwerte abbildet, auf die Anleger neuerdings ausweichen, steuert der Wall-Street-Index in der Wochenbilanz auf ein Plus von 0,2 Prozent zu. Der Nasdaq 100 hat in dieser Woche mehr als drei Prozent verloren.

Der überraschend deutliche Beschäftigungsaufbau im Mai stärkte die Erwartungen für eine Anhebung der US-Leitzinsen, am Markt gilt nun eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte bis zum Jahresende als eingepreist. "Die Fed sollte die Daten zum Anlass nehmen, den Fokus stärker auf die erhöhten Inflationsrisiken zu richten", meint der Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz, Johannes Mayr.

Anders als noch am Vortag zeigten sich die Gewinnmitnahmen im Tech-Sektor am Freitag in der Breite. Chipwerte sanken erneut am stärksten, aber auch im IT- und Softwarebereich gab es für Anleger kaum etwas zu holen. Schlechter als Nvidia US67066G1040 war unter den "Magnificent 7" nur Tesla mit 5,4 Prozent Minus. Knapp über der Nulllinie halten konnte sich unter den bedeutendsten Tech-Werten nur Apple US0378331005.

Die zuletzt besonders heiß gelaufenen Aktien der Chipkonzerne ARM US0420682058, Marvell US5738741041, Micron US5951121038 und AMD fielen wie schon am Vortag mit besonders deutlichen Verlusten auf, die bis zu elf Prozent groß waren. Auch Speichertechnologie-Unternehmen wie Western Digital US9581021055 und Seagate KYG7945J1040 wurden von den Gewinnmitnahmen erfasst.

Anleger wichen am Freitag unter anderem auf Aktien aus dem Konsumgütersektor aus: Die führenden Werte im Dow waren Procter & Gamble US7427181091 und Coca-Cola US1912161007, aber auch Johnson & Johnson US4781601046, Walmart US9311421039 und McDonald's US5801351017 gehörten mit mehr als zwei Prozent zu den Gewinnern im Leitindex. Gefragt waren Branchen, die als defensiv in unruhigen Börsenzeiten gelten.

Unter den Nebenwerten zählten die Fast-Food-Kette Chipotle Mexican Grill US1696561059 mit fast fünf Prozent zu den Gewinnern nach einer Hochstufung auf "Overweight" von JPMorgan. Analyst John Ivankoe sieht ab sofort für die Aktien mehr Chancen als Risiken, jetzt wo das Unternehmen reife. Die Aktien hatten zuletzt den tiefsten Stand seit Anfang 2023 erreicht.

Die Anteile des Sportartikelkonzerns Lululemon US5500211090 verloren acht Prozent. Sie waren kurz unter 110 Dollar auf das niedrigste Niveau seit Mai 2018 abgerutscht. Laut Lorraine Hutchinson von der Bank of America wirft eine Umsatzabschwächung Ende April und Anfang Mai Fragen bezüglich der Zielsetzungen für das zweite Halbjahr auf.

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