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Indizes drehen ins Plus - Israel will mit Libanon verhandeln 09.04.2026, 19:59 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 51.899,79 PKT +0,04 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.796,25 PKT +2,00 % Ariva Indikation
S&P 500 7.408,93 PKT +0,67 % Ariva Indikation

Eine positiv aufgenommene Stellungnahme von Israels Regierung zur Verhandlungsbereitschaft mit dem Libanon hat die US-Aktienmärkte am Donnerstag aus der Minuszone befördert. Frische US-Konjunkturdaten hatten kaum Einfluss auf die Leitindizes.

Der Leitindex Dow Jones US2605661048 notierte zuletzt 0,8 Prozent im Plus bei 48.309 Punkten, nachdem er im frühen Handel um bis zu 0,5 Prozent gesunken war. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 gewann 0,7 Prozent auf 6.830 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,6 Prozent auf 25.058 Punkte hoch.

Israel plant offiziellen Angaben zufolge, direkte Verhandlungen über friedliche Beziehungen mit dem verfeindeten Libanon aufzunehmen. Nach den wiederholten Bitten des Nachbarlandes habe der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch das Kabinett angewiesen, die Gespräche "so bald wie möglich" zu beginnen, hieß es in einer Mitteilung seines Büros. Israel hatte trotz der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch eigenen Angaben zufolge zahlreiche Hisbollah-Ziele im Libanon bombardiert.

Zuvor hatte der Umstand belastet, dass die Straße von Hormus derzeit faktisch weiter geschlossen ist. Nur wenige Schiffe haben seit der Ankündigung der Waffenruhe die für den Rohöl- und Flüssiggas-Transport global wichtige Meeresenge passiert. Zudem hatte der Iran gedroht, die mit den USA vereinbarte Waffenruhe aufzukündigen. US-Präsident Donald Trump drohte seinerseits mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.

Die US-Wirtschaft wuchs im Schlussquartal 2025 um 0,5 Prozent und damit schwächer als erwartet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche stärker als prognostiziert. Die privaten Einkommen fielen im Februar unerwartet, während die privaten Konsumausgaben im Januar geringer als geschätzt zulegten. Der Anstieg des Preisindex PCE verharrte im Februar wie erwartet bei 2,8 Prozent. Der PCE ist das bevorzugte Preismaß der US-Notenbank Fed und wird an den Finanzmärkten stark beachtet.

Die Aktien von CoreWeave US21873S1087 stiegen um 5,9 Prozent. Der Anbieter von Cloud-Kapazität im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) gab eine deutlich ausgebaute, langfristige Vereinbarung mit dem Betreiber sozialer Netzwerke Meta US30303M1027 bekannt. Bis Dezember 2032 stellt CoreWeave dem Facebook-Mutterkonzern Rechenleistung im Volumen von rund 21 Milliarden US-Dollar bereit. Die Meta-Papiere gewannen 3,0 Prozent.

Für die Titel von Constellation Brands US21036P1084 ging es um 7,2 Prozent nach oben. Der Alkoholkonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt, die besser als erwartet ausgefallen waren. Der Ergebnisausblick auf das laufende Geschäftsjahr blieb aber hinter den Markterwartungen zurück.

Die Anteilscheine von Marvell Technology US5738741041 verbuchten einen Kursanstieg von 4,1 Prozent, nachdem Barclays die Aktien des Herstellers von Halbleiterprodukten auf "Overweight" hochgestuft hatte. Die Papiere von Zscaler US98980G1022 sackten hingegen um 11,4 Prozent ab. Der Finanzdienstleister BTIG hatte die Titel des Experten für IT-Sicherheit auf "Neutral" abgestuft.

Die Papiere von Brown-Forman US1156371007 schnellten um 12,3 Prozent nach oben. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, konkurriert Sazerac, der Hersteller des Whiskys "Southern Comfort", mit dem französischen Spirituosenkonzern Pernod Ricard FR0000120693 um einen möglichen Zusammenschluss mit dem US-Whisky-Unternehmen.

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