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Klare Verluste - Tech-Schwäche und Trumps Drohungen gegen Iran 10.06.2026, 20:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.043,95 PKT -1,64 % Ariva Indikation
US Tech 100 28.498,96 PKT -1,99 % Ariva Indikation
S&P 500 7.269,82 PKT -1,51 % Ariva Indikation

Die New Yorker Börsen haben am Mittwoch ihre Verluste im Handelsverlauf ausgeweitet. Neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran nach gegenseitigen Angriffen beider Länder belasteten die Stimmung und ließen die Ölpreise kräftig steigen. Trump zeigte sich unzufrieden mit den laufenden Verhandlungen und kündigte einen bevorstehenden neuerlichen Angriff trotz der formal geltenden Waffenruhe an.

Der schon vortags schwache Nasdaq 100 US6311011026 geriet angesichts weiterer Gewinnmitnahmen im heiß gelaufenen Halbleitersektor zusätzlich unter Druck. Frühe moderate Gewinne nach Inflationsdaten waren nicht von Dauer: Der technologielastige Auswahlindex drehte ins Minus und büßte zuletzt 1,28 Prozent auf 28.711 Punkte ein.

Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 sank um 1,02 Prozent auf 7.311 Punkte. Für den Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 ging es um 1,34 Prozent auf 50.191 Punkte nach unten. Er hatte es am Dienstag letztlich als einziger großer Index noch knapp in positives Terrain geschafft.

Die Folgen des Iran-Kriegs heizen die Inflation in den USA weiter an - im Mai kletterte die Teuerungsrate erstmals seit drei Jahren über vier Prozent. Analysten hatten den nach dem April erneut kräftigen Anstieg allerdings schon erwartet.

Für den neuen Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, sei die Inflationsentwicklung unangenehm, aber wohl noch kein überzeugender Grund für einen restriktiveren geldpolitischen Kurs, schrieb Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement. Er erteilte allerdings auch Hoffnungen auf eine Lockerung eine Absage, denn "die Argumente für die von Warsh bislang in Aussicht gestellten Zinssenkungen bleiben mindestens so schwach wie die für rasche Zinsanhebungen". Daher dürften die Währungshüter bei ihrer abwartenden Haltung bleiben.

Die Stimmung in der Technologiebranche ist weiter nervös. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der am Freitag anstehende Rekord-Börsengang der Weltraumfirma SpaceX US84615Q1031 Liquidität im Sektor abziehen könnte. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge ist die Nachfrage nach den Papieren mehr als viermal so hoch wie das Angebot.

Die Anleger blieben vor allem auf Distanz zu den lange sehr stark gelaufenen Chip- und KI-Aktien. Für die Anteile der Halbleiterhersteller Qualcomm US7475251036 und Broadcom US11135F1012 ging es um weitere 6 beziehungsweise 3,8 Prozent bergab. Der KI-Chip-Riese Nvidia US67066G1040 hielt sich mit einem Kursrückgang um 2,6 Prozent erneut vergleichsweise gut.

Die Anteilsscheine von Super Micro US86800U3023 brachen um rund 20 Prozent ein. Der Konzern will sich über Kapitalmarkttransaktionen sieben Milliarden US-Dollar für den Kauf von Komponenten beschaffen, um damit die Kundennachfrage nach den KI-Servern des Unternehmens zu bedienen.

Bei Oracle US68389X1054 zeigten sich die Anleger vor den nachbörslich anstehenden Quartalszahlen wankelmütig. Zuletzt notierten die Aktien des Softwarehersteller 0,6 Prozent im Minus.

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