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Kurse ins Plus gedreht - Wieder Hoffnungen auf Iran-Lösung 21.05.2026, 20:41 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.271,48 PKT +0,52 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.337,22 PKT +0,13 % Ariva Indikation
S&P 500 7.450,62 PKT +0,24 % Ariva Indikation

Die US-Börsen haben am Donnerstag im Handelsverlauf ihre Schwäche abgeschüttelt und so an ihre Vortagserholung angeknüpft. Gleichzeitig sorgten die zunehmenden Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg für etwas Entspannung bei den Ölpreisen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 drehte ins Plus und gewann zuletzt 0,62 Prozent auf 50.321 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,22 Prozent auf 7.449 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 stieg um 0,26 Prozent auf 29.374 Punkte.

Bereits zur Wochenmitte hatte US-Präsident Donald Trump bei den Anlegern mit der Aussage gepunktet, dass die Verhandlungen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges in der "Endphase" seien. Teheran erklärte, der jüngste Vorschlag aus Washington habe die Kluft zwischen den beiden Seiten teilweise überbrückt. Einem Medienbericht, zufolge will der Iran allerdings sein Uran behalten.

Zuletzt wurde bekannt, dass der Iran mit Oman derzeit Gespräche darüber führt, wie eine Art dauerhaftes Mautsystem eingerichtet werden könnte, um die Kontrolle über den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus zu festigen. Trump sagte hingegen, die USA wollten, dass die Meerenge offen und mautfrei bleibe.

Die mit Spannung erwarteten Zahlen und Geschäftsprognosen, die Nvidia am Vortag nach Börsenschluss vorgelegt hatte, stießen am Markt auf ein verhaltenes Echo. Die Aktien, die vor der Veröffentlichung etwas fester aus dem Handel gegangen waren, büßten am Donnerstag 1,9 Prozent ein. Damit knüpften sie an die vorangegangenen Gewinnmitnahmen nach einem Rekordhoch an.

Nvidia berichtete für das erste Quartal zwar eine Beschleunigung des schon hohen Wachstums und übertraf die Erwartungen. Doch hier und da wurden bei den Analysten auch Sorgen ob der Nachhaltigkeit des Wachstums laut - vor allem, weil der Konzern zunehmend Konkurrenz bekommt.

Derweil setzten die Aktien des Chiparchitektur-Entwicklers ARM US0420682058 mit einem weiteren Kurssprung von gut 12 Prozent ihre Rekordjagd fort. Der US-Bank Jefferies zufolge sollte das Unternehmen von der hohen Nachfrage nach den Nvidia-Prozessoren der nächsten Generation für Rechenzentren und Künstliche Intelligenz (KI) profitieren.

Auch bei IBM US4592001014 ging es deutlich nach oben, die Aktien gewannen an der Dow-Spitze 11,3 Prozent. Der Computer-Dino heimste eine milliardenschwere Förderung der US-Regierung für die Fertigung von Quantencomputer-Chips ein. RBC-Analyst Matthew Swanson kommentierte, auch wenn es noch keinen öffentlich bekannten Zeitplan gebe, sehe IBM wie ein früher Profiteur der Technologie aus.

Der Musikstreamingdienst Spotify LU1778762911 euphorisierte die Anleger mit Plänen im Konzertbereich: Die Aktien zogen um fast 14 Prozent an. Das Unternehmen will mit dem Ticketvermarkter und Veranstalter Live Nation US5380342080 zusammenzuarbeiten, um den eigenen Abonnenten die Möglichkeit zu bieten, zwei Tickets für das Konzert ihres Lieblingsstars zu erwerben, bevor diese in den allgemeinen Vorverkauf gehen. Die Aktien von Live Nation gewannen 1,6 Prozent.

Für Walmart US9311421039-Titel ging es nach der Zahlenvorlage am Dow-Ende um 6,6 Prozent bergab. Der Einzelhändler trotzte zwar zu Jahresbeginn mit einem Umsatzanstieg den Konjunktursorgen, sieht sich aber mit steigenden Treibstoffkosten konfrontiert.

Anhaltend schwache Absatzzahlen und unsichere Geschäftsaussichten wogen beim Landwirtschaftsmaschinen-Herstellers Deere US2441991054 schwerer als eine überraschend gute Gewinnentwicklung: Die Titel sanken um 4,4 Prozent.

Beim Nasdaq-100-Schlusslicht Intuit US4612021034 mussten die Anleger gar einen Kurseinbruch von knapp 20 Prozent sowie den tiefsten Stand seit 2020 verkraften. Der Softwarekonzern blieb mit seinem Quartalsbericht hinter den Erwartungen zurück. Bereits zur Wochenmitte hatten Berichte über einen deutlichen Stellenabbau die Aktien belastet.

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