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Nasdaq tiefrot nach Verkaufswelle in Asien - Dow legt zu 23.06.2026, 19:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 51.719,34 PKT +0,03 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.395,10 PKT -3,06 % Ariva Indikation
S&P 500 7.377,81 PKT -1,28 % Ariva Indikation

Kräftige Kursabschläge bei asiatischen Technologiewerten haben am Dienstag die New Yorker Tech-Börse Nasdaq tief in die Verlustzone gezogen. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 ging es zuletzt um 2,5 Prozent auf 29.575 Punkte nach unten. Dies entspricht dem Niveau vom 12. Juni. Zwischenzeitlich hatte das Minus 3,4 Prozent betragen.

Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 erholte sich ebenfalls etwas und büßte zuletzt noch 0,9 Prozent auf 7.406 Punkte ein. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 machte zwischenzeitliche Verluste sogar wett und lag mit 0,3 Prozent im Plus bei 51.839 Punkten.

Zuvor hatten Gewinnmitnahmen bei den stark gelaufenen Technologietiteln Asiens Börsen stark belastet. Am schlimmsten erwischte es den südkoreanischen Markt, wo der Handel kurzzeitig ausgesetzt wurde. Die Schwäche in der Tech-Branche laste auf der Marktstimmung, sagte Analyst Fabien Yip vom Handelshaus IG International. In den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für eine Beilegung des Kriegs gebe es zwar Fortschritte. Doch Yip sieht immer noch fundamentale Differenzen über die Auslegung der Bestimmungen des Rahmenabkommens, das beide Seiten vorab geschlossen haben.

Jian Shi Cortesi, Fondsmanagerin bei Gam Investment Management, ergänzte: "Viele Anleger verzeichnen mit ihren KI-Aktien hohe Gewinne, und jede Unsicherheit könnte sie dazu veranlassen, ihre Positionen zu reduzieren, um die Erträge zu sichern." Derzeit reagierten Tech-Aktien zudem besonders empfindlich auf die Zinsaussichten und mögliche Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Denn hohe Zinsen bedeuten, dass die erwarteten hohen Gewinne der Technologie-Unternehmen aus heutiger Sicht weniger wert sind.

Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hatte letzte Woche deutlich gemacht, dass er zum Ziel der Preisstabilität steht. Zuletzt lag die Inflation in den USA bei 4,2 Prozent. Über das Jahr hinweg dürfte diese nach Überzeugung der Notenbank auf hohem Niveau bleiben.

Die Blicke der Anleger richten sich nun auf den Mittwoch. Nach Börsenschluss will der Halbleiterhersteller Micron US5951121038 seinen Quartalsbericht vorlegen. Dessen Aktienkurs hatte sich seit Jahresbeginn in der Spitze mehr als vervierfacht. Jetzt büßten die Papiere mehr als elf Prozent ein.

Die Quartalszahlen seien der eigentliche Test, ob der rasante Aufschwung im Bereich Künstliche Intelligenz noch Potenzial habe, sagte Stratege Dilin Wu von Pepperstone Group. Unter den weiteren US-Halbleitertiteln sackten Intel US4581401001, Applied Materials US0382221051 und Marvell US5738741041 teilweise um mehr als acht Prozent ab.

Beim anfänglichen Börsen-Überflieger SpaceX US84615Q1031 stabilisierte sich der Kurs nach den jüngsten Gewinnmitnahmen. Die Aktien des Raumfahrt- und KI-Konzerns von Tesla-Chef US88160R1014 Elon Musk gewannen 5,6 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtete, ist die Nachfrage nach Anleihen des Unternehmens sehr hoch.

An der Dow-Spitze zogen die Titel von IBM US4592001014 um mehr als fünf Prozent an. Ihnen half eine Hochstufung der Bank JPMorgan. Nach einer eingehenderen Betrachtung des wichtigen Softwaregeschäfts ist Analyst Brian Essex nun zuversichtlicher, dass sich dessen währungsbereinigtes Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen sollte.

Außerhalb der Technologiebranche büßten die Aktien von Best Buy US0865161014 mehr als zwei Prozent ein. Der Hersteller von Unterhaltungselektronik gab den Abschied seines langjährigen Finanzchefs Matt Bilunas per Ende Juli bekannt. Ein Nachfolger werde gesucht.

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