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Aktien Wien Schluss

ATX gibt deutlich nach - Ölpreise belasten 01.10.2026, 18:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
AT 20 6.675,50 PKT -2,59 % TTMzero RT
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Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit starken Verlusten geschlossen. Der ATX AT0000999982 beendete den Tag mit einem Minus von 2,59 Prozent und 6.678,41 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime fiel um 2,49 Prozent auf 3.279,13 Zähler. Auch an anderen Börsen in Europa ging es nach unten.

Belastet wurden die Märkte einmal mehr von den hohen Anleihenrenditen und Anstiegen der Ölpreise. Das schürte an den Finanzmärkten die Sorge vor Inflation und damit auch Zinserhöhungen der Notenbanken. Die am Vorabend gemeldeten Quartalszahlen von Micron US5951121038 waren zwar gut ausgefallen, stützten die Technologiewerte aber nur leicht.

Stark unter Druck kamen nach Ankündigung einer Kapitalerhöhung Lenzing-Aktien und verloren 6,3 Prozent. Der Faserkonzern braucht für seine Neuausrichtung Geld und zapft dafür den Kapitalmarkt an. Über eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten streben die Oberösterreicher 300 Millionen Euro an.

Schwach zeigten sich auch die Bankschwergewichte Erste Group AT0000652011 und RBI; die Aktien verloren 4,5 beziehungsweise 5,6 Prozent. Auch an anderen Börsen in Europa gaben Bankwerte teilweise deutlich nach. Unter den weiteren Verlierern fanden sich Palfinger-Aktien AT0000758305 mit einem Minus von 3,3 Prozent. Der Kranhersteller hatte am Vortag eine Wertberichtigung des Russland-Geschäfts von 135 Millionen Euro gemeldet.

Europäische Aktien von Halbleiterkonzernen profitierten nur moderat von den am Vorabend gemeldeten Rekordergebnissen des US-Branchenkollegen Micron. In Wien stiegen die Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S AT0000969985 um 0,8 Prozent und waren damit die einzigen Gewinner im ATX.

Die Aktien von Andritz AT0000730007 und Kapsch TrafficCom fielen trotz der Meldung von neuen Aufträge für die beiden Unternehmen um 1,7 beziehungsweise 2,0 Prozent. Der Technologiekonzern Andritz hat den Auftrag erhalten, vier Turbinen-Generator-Maschinensätze für das 600 MW-Wasserkraftwerk Khorlochhu in Bhutan zu liefern. Es wird voraussichtlich jährlich rund 2,524 Terawattstunden Strom erzeugen. Der Auftragswert liegt im "oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich", teilte der Konzern mit.

Der Mautspezialist Kapsch TrafficCom hat einen Auftrag vom US-Bundesstaat Kalifornien erhalten und soll Mautsystem und Kundenservice zweier Straßen zusammenführen. Der Auftragswert beläuft sich laut dem Unternehmen auf 170 Millionen Euro bis 2041.

EVN AT0000741053-Aktien fielen nach Ankündigung eines Investitionsprogramms um 1,7 Prozent. Der Energieversorger will bis 2030 jährlich eine Milliarde Euro investieren. Investieren will man vor allem in Netzinfrastruktur, den Ausbau von erneuerbaren Energien, Speicherlösungen und E-Ladeinfrastruktur.

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