Aktien Wien Schluss

Kräftige Gewinne nach Waffenstillstand im Iran-Krieg 08.04.2026, 18:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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ATX 5.651,50 PKT +4,13 % Ariva Indikation

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg und daraufhin abrutschenden Ölpreisen mit sehr starken Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Der österreichische Leitindex ATX AT0000999982 gewann deutliche 4,07 Prozent auf 5.665,08 Einheiten.

Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen merklich nach oben. Wichtig für die Aktienmärkte ist vor allem, dass der Iran die Straße von Hormus nun wieder für den Schiffsverkehr öffnen will. Die Ölpreise sackten deswegen massiv ab. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl und Gas. Ihre Öffnung war die Bedingung der USA für eine Feuerpause.

Am Wiener Aktienmarkt gab auf Unternehmensebene kaum Neuigkeiten. Unter den Einzelwerten gab es aber einige beachtliche Kurssprünge nach oben zu sehen.

Spitzenreiter im Prime-Market-Segment der Wiener Börse war die Aktie des Cateringunternehmens Do&Co AT0000818802 mit einem starken Aufschlag von 14,6 Prozent. Fast elf Prozent kletterte die FACC-Aktie AT00000FACC2 hoch. Europaweit standen Werte aus der Reise- und Unterhaltungsbranche in einem Sektorvergleich am deutlichsten in der Gewinnzone.

Die Voestalpine AT0000937503 hat sich in der Luftfahrt Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro über fünf Jahre gesichert. Die Produktion von Teilen aller Art erfolge in Kapfenberg und Mürzzuschlag in der Steiermark sowie an Standorten in Brasilien. Für die zuständige Division handle es sich um das bisher größte Auftragsvolumen, hieß es. Die Voest-Titel gewannen in einem starken Umfeld satte 10,8 Prozent.

Mindestens achtprozentige Zuwächse wiesen die Papiere von AT&S AT0000969985, Palfinger AT0000758305, RHI AT0000676903 und Wienerberger AT0000831706 auf. Belastet von der Ölpreisschwäche rutschte die OMV AT0000743059-Aktie hingegen 4,4 Prozent tiefer. Abwärts ging es auch für die Anteilsscheine der Energieversorger EVN AT0000741053 und Verbund AT0000746409 mit Kursrückgängen von 0,7 beziehungsweise 3,1 Prozent.

Andritz AT0000730007 legten 5,5 Prozent zu. Der steirische Anlagenbauer hat einen Großauftrag aus der Türkei erhalten. Das Unternehmen liefert die komplette elektromechanische Ausrüstung für das neu geplante Wasserkraftwerk Cizre. Der Auftragswert liegt im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Unter den schwergewichteten Banken verteuerten sich Raiffeisen Bank International AT0000606306 um 6,8 Prozent. Die Aktionäre der Erste Group AT0000652011 konnten ein Plus von 6,3 Prozent verbuchen.

Bawag AT0000BAWAG2-Papiere legten 5,4 Prozent auf 137,80 Euro zu. Die Analysten der Schweizer Großbank UBS haben ihr Kursziel für die Aktien der Bawag von 153 auf 156 Euro erhöht. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde gleichzeitig bekräftigt.

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