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Alternatives Rentenkonzept

DGB-Kommission legt Ergebnis vor 26.06.2026, 05:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Eine Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hat ein eigenes Konzept zur Altersvorsorge als Gegenentwurf zur Regierung erarbeitet. Die Ergebnisse liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Das Konzept verlässt sich allein auf die gesetzliche und eine verpflichtende betriebliche Rente. Einem höheren Rentenalter erteilt die DGB-Kommission eine Absage. Die abschlagsfreie Rente nach 45 Berufsjahren will sie erhalten.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi hatte das Expertengremium zu Jahresbeginn als Gegengewicht zur Rentenkommission der Regierung angekündigt. Die offizielle Regierungskommission legte ihre 33 Empfehlungen diese Woche vor. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) haben sie sich bereits zu eigen gemacht und eine vollständige Umsetzung angekündigt. Die DGB-Kommission schlägt hingegen einen anderen Weg vor.

Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten anzubieten und dafür allein zwei Prozent des Bruttolohns aufbringen, wie es in dem elf Seiten starken Ergebnispapier heißt. In der gesetzlichen Rente soll das Rentenniveau von heute 48 schrittweise wieder auf 53 Prozent angehoben werden. Beide Säulen gemeinsam sollen den Angaben zufolge im Ruhestand 70 bis 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens sichern.

"Demografiezuschuss" vom Bund

Die Kosten sollen laut Konzept für die gesetzliche Rente durch "leicht erhöhte Beiträge" sowie einen höheren Zuschuss aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Für diesen "Demografiezuschuss" wiederum sollen "hohe Einkommen, große Vermögen und Kapitaleinkünfte" herangezogen werden. Außerdem sollen mehr Menschen in die gesetzliche Rente einzahlen, zunächst Selbstständige sowie Politikerinnen und Politiker.

In der DGB-Rentenkommission saßen neben Fahimi die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang, der ehemalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sowie Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, Sozialverbänden und aus der Wissenschaft.

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