Cyber bleibt weltweit Top-Risiko, während KI-Risiken auf Platz
2 springen
München/Wien (APA-ots) - -
Cyber, insbesondere Ransomware-Angriffe, zum fünften Mal in Folge
auf Platz 1 der Unternehmensrisiken (42 Prozent der Antworten
weltweit).
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32 Prozent der Befragten bewerten Künstliche Intelligenz (KI) als
branchenübergreifendes, hohes Risiko und sorgen für einen Sprung von
Platz 10 auf Platz 2.
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In Österreich zählen KI (44 %) und Cyber-Angriffe (32 %) zu den
Top-Geschäftsrisiken.
Cybervorfälle sorgten 2025 für zahlreiche Schlagzeilen und sind
laut dem Allianz Risk Barometer auch 2026 weltweit die größte Sorge
für Unternehmen. Das vergangene Jahr war zudem ein bedeutendes Jahr
für Künstliche Intelligenz (KI) . Dass das Risiko auf Platz 2 im
Ranking landet und den größten Sprung macht (von Platz 10 auf Platz 2
) unterstreicht die Komplexität von KI als operativem und rechtlichem
Risiko, aber auch als Gefahr für die Reputation von Unternehmen.
Dennoch glaubt fast die Hälfte der Befragten, dass KI ihrer Branche
mehr Vorteile als Risiken bringt. Ein Fünftel ist gegenteiliger
Meinung. Zum ersten Mal überhaupt gehören Betriebsunterbrechungen (BU
) nicht mehr zu den beiden größten Risiken, sondern fallen auf Platz
3 zurück. BU bleiben jedoch ein wichtiges Thema, da sie häufig eine
Folge anderer Risiken in den globalen Top 10 sind.
Faktoren wie eine ruhigere Hurricane-Saison im Jahr 2025 führen
dazu, dass Naturkatastrophen im Vergleich zum Vorjahr auf Platz 5
zurückfallen. Unterdessen klettern politische Risiken und Gewalt von
Platz 9 auf Platz 7. Hintergrund ist hier vor allem die zunehmende
Besorgnis über geopolitische Instabilität und Konflikte auf der
ganzen Welt.
Zwtl.: Cyberrisiken sind bei weitem die größte Herausforderung für
Unternehmen weltweit
Im Jahr 2026 sind Cybervorfälle zum fünften Mal in Folge das
weltweit größte Risiko. 42 Prozent der Befragten stufen Cyber als Top
-Risiko ein. Das ist der höchste jemals erreichte Wert. Zudem liegt
Cyber zehn Prozentpunkte vor dem zweitgrößten Risiko mit 32 Prozent.
Cyberrisiken stehen in jeder Region der Welt (Amerika, Asien-Pazifik,
Europa sowie Afrika und Naher Osten) an erster Stelle. Die anhaltende
Spitzenplatzierung im Allianz Risk Barometer spiegelt die zunehmende
Abhängigkeit von digitaler Technologie in einer Zeit wider, in der
sich die Cyberbedrohungslandschaft sowie das geopolitische und
regulatorische Umfeld rasch verändern. Die jüngsten prominenten
Cyberangriffe unterstreichen die anhaltende Bedrohung für Unternehmen
aller Größen. Kleine und mittelgroße Firmen geraten vor allem
aufgrund fehlender Ressourcen für Cybersicherheit zunehmend ins
Visier von Kriminellen und stehen unter massivem Druck.
"Die Investitionen großer Unternehmen in Cybersicherheit und
Resilienz haben sich ausgezahlt und sorgen dafür, dass sie Angriffe
frühzeitig erkennen und darauf reagieren können. Allerdings
entwickeln sich Cyberrisiken ständig weiter. Unternehmen sind
zunehmend auf Drittanbieter für kritische Daten und Dienste
angewiesen, während KI die Bedrohungen verstärkt, die Angriffsfläche
vergrößert und bestehende Schwachstellen noch verschärft", erklärt
Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services bei
Allianz Commercial .
Zwtl.: KI auch Top-Geschäftsrisiko in Österreich, Naturkatastrophen
abgeschlagen auf Platz 7
Österreichische Studienteilnehmer: innen identifizieren für 2026
erstmals Künstliche Intelligenz (44 %) als Top-Risiko für heimische
Unternehmen, gefolgt von Cyber-Angriffen (32 %). Den dritten Platz
teilen sich Betriebsunterbrechungen, Änderungen in der Gesetzgebung
und Regulierung sowie der Klimawandel (jeweils 26 %). Während im
Vorjahr Naturkatastrophen auf Platz 2 lagen, erreichen diese nur noch
Platz 7 (21 %) und verzeichnen damit den größten Rückgang (-22 %-
Punkte) im aktuellen Ranking.
"Das Jahrhunderthochwasser 2024 prägte ganz klar das letztjährige
Risk Barometer für Österreich. Da die Lage 2025 etwas gemäßigter war,
rückt auch die Gefahr durch Naturkatastrophen wieder in den
Hintergrund. Stattdessen wird Künstliche Intelligenz von
österreichischen Unternehmen als zunehmendes Risiko empfunden - von
Datenabfluss und Manipulation bis zu Haftungs- und Reputationsschäden
birgt der Einsatz von KI viele Fallstricke. Wer sich schützen will,
braucht klare Governance, sichere Daten- und Zugriffsmodelle sowie
laufende Risiko-Checks", sagt Daniel Mati, CEO der Allianz in
Österreich, und ergänzt: "Auch wenn Naturkatastrophen im aktuellen
Risk Barometer nicht ganz oben auf der Risko-Liste der Österreicher
standen, sollten wir uns nicht in falscher Sicherheit wiegen. Diese
Risiken sind allgegenwärtig und sollten nicht unterschätzt werden,
denn die nächste Naturkatastrophe kommt bestimmt."
Zwtl.: KI schafft neue Möglichkeiten und Risiken
KI ist in die Spitzengruppe der globalen Unternehmensrisiken
aufgestiegen und liegt 2026 auf Platz 2 (32 Prozent) gegenüber Platz
10 im Vorjahr. Dies ist der größte Sprung in der diesjährigen
Rangliste. KI ist in allen Regionen ein wichtiger Faktor - auf Platz
2 in Amerika, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Afrika und im
Nahen Osten und auf Platz 3 in Europa - und stellt auch für
Unternehmen jeder Größe ein wachsendes Risiko dar. Sie ist bei
großen, mittleren und kleinen Unternehmen unter die Top 3 vorgerückt.
Da die Einführung von KI immer schneller voranschreitet und die
Technologie immer tiefer in das Kerngeschäft eingebettet wird,
erwarten die Befragten eine Zunahme der KI-bezogenen Risiken,
insbesondere im Hinblick auf Haftungsfragen. Die rasante Verbreitung
generativer KI-Systeme in Verbindung mit ihrer zunehmenden Nutzung in
der Praxis hat das Bewusstsein dafür geschärft, wie stark Unternehmen
diesen Risiken ausgesetzt sind.
"Unternehmen sehen KI zunehmend nicht nur als eine
leistungsstarke strategische Chance, sondern auch als eine komplexe
Quelle für operative, rechtliche und Reputationsrisiken. In vielen
Fällen schreitet die Einführung schneller voran, als Governance,
Regulierung und Unternehmenskultur mithalten können", sagt Ludovic
Subran, Chefökonom der Allianz . "2026 werden immer mehr Unternehmen
versuchen den Einsatz von KI auszuweiten. Sie werden sich vermehrt
mit Problemen hinsichtlich der Systemzuverlässigkeit, Datenqualität,
Integrationshürden und dem Mangel an qualifizierten Fachkräften
konfrontiert sehen. Gleichzeitig entstehen neue Haftungsrisiken im
Zusammenhang mit automatisierten Entscheidungsprozessen,
voreingenommenen oder diskriminierenden Modellen, dem Missbrauch
geistigen Eigentums und der Ungewissheit darüber, wer haftet, wenn
durch KI generierte Ergebnisse Schaden verursachen."
Zwtl.: Betriebsunterbrechungen eng mit geopolitischen Risiken
verknüpft
2025 markierte einen Wandel hin zu protektionistischer
Handelspolitik und Handelskriegen, die die Weltwirtschaft
verunsicherten. Es war auch ein Jahr regionaler Konflikte im Nahen
Osten und des weiterhin tobenden Krieges in der Ukraine.
Grenzstreitigkeiten zwischen Indien und Pakistan, zwischen Thailand
und Kambodscha und Bürgerkriege in Afrika kamen hinzu - ein Trend,
der sich 2026 mit der US-Intervention in Venezuela fortsetzt.
Geopolitische Risiken setzen Lieferketten zunehmend unter Druck, doch
trotz steigender Risiken schätzen nur drei Prozent der Befragten des
Allianz Risk Barometers ihre Lieferketten als "sehr resilient" ein.
Allein im vergangenen Jahr haben sich die Handelsbeschränkungen
verdreifacht und betreffen Waren im Wert von schätzungsweise 2,7
Billionen US-Dollar - fast 20 Prozent der weltweiten Importe laut
Allianz Trade. Dies veranlasst Unternehmen, Trends wie Friendshoring
und Regionalisierung zu verfolgen. Diese Entwicklungen führen zu
einer hohen Risikowahrnehmung: 29 Prozent der Befragten stufen
Betriebsunterbrechungen als größte Gefahr ein. Das ist Platz 3 im
Ranking gegenüber Platz 2 im Vorjahr.
Angesichts der aktuellen geopolitischen Situation, überrascht es
nicht, dass politische Risiken und Gewalt um zwei Plätze auf Rang 7
klettern - die höchste Platzierung seit dem Bestehen des Risk
Barometers. Das eng damit verbundene Risiko von Gesetzes- und
Regulierungsänderungen - einschließlich Handelszöllen - belegt
weltweit Platz 4. Der Wert blieb im Vergleich zum Vorjahr
unverändert, jedoch stieg die Prozentzahl der Befragten, was auf die
Sorge vor zunehmendem Protektionismus zurückzuführen ist. Tatsächlich
halten 51 Prozent der Befragten eine Lähmung der globalen
Lieferketten aufgrund eines geopolitischen Konflikts für das
wahrscheinlichste "black-swan"-Szenario, das in den nächsten fünf
Jahren eintreten könnte.
Das gesamte Ranking und Informationen zur Methodologie finden Sie
hier .
Über das Allianz Risk Barometer
Das Allianz Risk Barometer ist eine jährlich erscheinende
Rangliste der Unternehmensrisiken, die von Allianz Commercial in
Zusammenarbeit mit anderen Allianz-Einheiten erstellt wird. Die
Studie enthält die Bewertungen von 3.338 Risikomanagement-Experten,
u.a. Führungskräfte, Risikomanager, Makler und Versicherungsexperten,
aus 97 Ländern und wird in diesem Jahr zum 15. Mal veröffentlicht.
Ansprechpersonen zur Studie
Hugo Kidston, Tel. +44 203 451 3891, hugo.kidston@allianz.com
Philipp Keirath, Tel. +49 160 982 343 85, philipp.keirath@
allianz.com
Rückfragehinweis:
Allianz Österreich
Dr. Thomas Gimesi
Telefon: +43 676 878 222 914
E-Mail: presse@allianz.at
Website: https://www.allianz.at/
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/396/aom
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OTS0014 2026-01-14/09:00