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Bauernverband fordert Aus für staatliches Tierhaltungslogo 08.10.2026, 17:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der Deutsche Bauernverband fordert das Aus für das lange geplante staatliche Tierhaltungslogo für Fleisch. "Wir haben das Vertrauen in eine echte Neugestaltung verloren", erklärte der Verband in Berlin. Wegen einer fehlenden Einigung über angekündigte Änderungen und der nur noch kurzen Zeit bis zum festgelegten Inkrafttreten des bestehenden Gesetzes am 1. Januar 2027 sollte dieses sofort abgeschafft werden. Es sei untauglich, weil es keinen Mehrwert zu vorhandenen Haltungskennzeichen bringe und Bürokratie schaffe.

Die staatliche Kennzeichnung war nach mehreren gescheiterten Anläufen 2023 von der Ampel-Koalition per Gesetz beschlossen worden. Sie soll Kunden beim Fleischkauf mehr Klarheit über die Bedingungen in den Ställen bringen.

Geplante Neugestaltung stockt

Die schwarz-rote Koalition verschob den Start aber zweimal, zuletzt auf Anfang 2027. Geplant ist nun, das Logo dann nicht nur in Supermärkten, sondern auch in Restaurants einzuführen. Zudem soll Fleisch aus dem Ausland in die bisher nur für inländische Erzeugnisse geltende Kennzeichnungspflicht einbezogen werden. Dagegen meldete aber inzwischen die EU-Kommission Einwände an.

Das System hat fünf Kategorien von der Stufe "Stall" mit den gesetzlichen Mindestanforderungen bis zu "Bio". Bereits seit 2019 gibt es eine freiwillige eigene Kennzeichnung der Supermarktketten. Sie hat inzwischen die gleichen Stufen und umfasst schon Fleisch von Schweinen, Rindern und Geflügel.

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