Anzeige
+++Nevadas Goldtreffer in 3D: Für Anleger wichtig: Dieser Nevada-Goldtreffer lässt die Konkurrenz hinter sich+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige

Stellenabbau in Neckarsulm? Audi zieht Schlechtwetterklausel 08.10.2026, 18:15 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 66,86 EUR -4,39 % TTMzero RT
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Der Autobauer Audi hat die sogenannte Schlechtwetterklausel aus der Zukunftsvereinbarung des Unternehmens aktiviert, die die Arbeitnehmerseite zu Verhandlungen über Stellenabbau und Arbeitsbedingungen verpflichtet. Er habe die Sozialpartner zu Gesprächen über die künftige Aufstellung des Unternehmens aufgefordert, sagte Audi-Chef Gernot Döllner auf der Audi-Betriebsversammlung im Werk in Neckarsulm, das akut von einer Schließung bedroht ist.

Die Schlechtwetterklausel bei Audi ist eine 2019 im Zukunftspakt des Unternehmens vereinbarte Regelung, die festlegt, dass Geschäftsführung und Betriebsrat in Verhandlungen über Sparmaßnahmen treten müssen, wenn sich wesentliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich verschlechtern. Das sei nun der Fall, so Döllner.

Beim letzten Mal sprach Betriebsrat von "Liste des Grauens"

Der Chef des Audi-Betriebsrats in Neckarsulm, Alexander Reinhart, betonte, die Klausel könne gezogen werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind. "Diese Überprüfung läuft aktuell", so Reinhart. Wenn alle Hausaufgaben gemacht seien, sei auch der Betriebsrat bereit, in Gespräche einzusteigen.

Ende 2019 hatte Audi schon einmal die Schlechtwetterklausel gezogen und in Gesprächen unter anderem gefordert, das Tarif-Entgelt abzusenken, tarifliche Zulagen zu streichen, die Ergebnisbeteiligung zu beschneiden und hybrides Arbeiten zu begrenzen. Der Betriebsrat sprach damals von einer "Liste des Grauens".

Werk hat noch ein Jahr Zeit

Die Betriebsversammlung im Audi-Werk in Neckarsulm war mit Spannung und großen Zukunftsängsten erwarten worden. Der Mutterkonzern VW DE0007664039 hatte Anfang September 2026 einen Sparplan beschlossen, der dem Standort Neckarsulm noch ein Jahr Zeit gibt, ein tragfähiges Konzept vorzulegen, um die Kosten zu senken. Sonst droht dem Werk die Stilllegung.

Sollte Audi das Werk dichtmachen, rechnen Wirtschaftsexperten mit dem Verlust von etwa 50.000 Arbeitsplätzen in der Region. Neben den mehr als 15.000 Beschäftigten im Werk hängen etwa 1.000 Zulieferunternehmen an der Produktion im Werk. Insgesamt könnte gar ein Viertel der industriellen Wertschöpfung in der Region wegbrechen.

Auch VW-Chef Oliver Blume bei Versammlung dabei

Auch VW-Chef Oliver Blume nahm an der Betriebsversammlung teil. Man habe den Konzern über viele Jahre für größere Märkte und höhere Absätze aufgebaut, sagte Blume. Heute seien viele Strukturen zu groß und die Kosten zu hoch, weswegen viele Stellen gestrichen werden müssten. Gleichzeitig nehme der Volkswagen DE0007664039 Konzern Milliarden in die Hand, um den bereits Personalabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten.

Audi-Gesamtbetriebsrat Jens Stammler übte scharfe Kritik an den Schließungsplänen für den Standort Neckarsulm: "Wer unsere Perspektive anzweifelt, stellt damit einen Standort in Frage, der die Audi AG mit aufgebaut hat", sagte Stammler.

Die Menschen in Neckarsulm hätten über viele Jahre hinweg mit Engagement, Flexibilität und Loyalität für das Unternehmen gearbeitet. "Und deshalb erwarten die Beschäftigten heute mehr als nur Dankesworte. Sie erwarten Respekt. Sie erwarten Verlässlichkeit. Und sie erwarten ein klares Bekenntnis zur Zukunft unseres Standorts Neckarsulm", so Stammler.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,44
Hebel: 19,31
mit starkem Hebel
Ask: 1,30
Hebel: 5,14
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: BD9BJZ BD68TP. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

19:34 Uhr • Artikel • dpa-AFX

19:04 Uhr • Artikel • dpa-AFX

18:46 Uhr • Artikel • dpa-AFX

18:30 Uhr • Artikel • dpa-AFX

18:22 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer