Anzeige
+++Antimon wieder im Fokus: ATMY erreicht Allzeithoch – Verteidigungsnachfrage treibt den Markt ATMY erreicht Allzeithoch – Verteidigungsnachfrage treibt den Markt+++
Champions League im TV

Fans droht Abo-Inflation 11.11.2025, 08:37 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Netflix 78,87 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

BERLIN (dpa-AFX) - Fußball im TV ist ein teurer Spaß - und droht für Fans der Champions League ab 2027 noch kostspieliger zu werden. Die TV-Rechte für die Königsklasse des europäischen Fußballs werden derzeit ausgeschrieben. Es gibt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vier große Rechtepakete für Live-Übertragungen. Das führt dazu, dass Fußball-Liebhaber im Extremfall vier Abos benötigen, um alles sehen zu können.

Der Verkauf der wertvollsten TV-Rechte des Club-Fußballs wird erstmals von einer US-Agentur durchgeführt. UC3, das Gemeinschaftsunternehmen von UEFA und European Football Clubs (EFC), hat sich vom Langzeit-Vermarkter Team getrennt und Relevent beauftragt. Die aufstrebende Agentur mit Hauptsitz New York City hat eine Fußball-Tochter in London gegründet, die Mitte Oktober den Bieterwettbewerb gestartet hat, der möglichst viele Milliarden einbringen soll.

Mehreinnahmen bedeuten zusätzliche Kosten für die Fans

Neu ist, dass die Ausschreibung in den fünf größten TV-Märkten Europas gleichzeitig begonnen hat und sie statt drei nun vier Spielzeiten (2027/28 bis 2030/31) umfasst. Aber vor allem der Zuschnitt der Rechte-Pakete soll Mehreinnahmen bringen - und würde dann zu zusätzlichen Kosten bei den Fans führen.

Neu im Angebot ist ein TV-Paket mit dem Topspiel des Spieltages für eine weltweite Ausstrahlung. Damit zielt Relevent auf international tätige Streamingdienste, die zunehmend auf Sport setzen. Amazon Prime Video zeigt bereits im laufenden Rechtezyklus Champions-League-Spiele in Deutschland, Italien und Großbritannien sowie hierzulande Tennis aus Wimbledon.

Nach längerem Zögern drängen inzwischen auch Netflix , Apple TV und Disney + in den Markt und investieren viel Geld in Live-Sport. Zuletzt erwarb der Mickey-Mouse-Konzern die europäischen Medien-Rechte für die Champions League der Frauen. Apple zeigt weltweit die Major League Soccer und hat zuletzt die Formel-1-Rechte in den USA erworben.

Bericht: Netflix will Champions-League-Rechte

Nach Angaben der "Times" hat der Streaming-Primus Netflix, der sich zuletzt Rechte für die Frauen-WM 2027 und 2031 gesichert hat, schon Interesse an der Champions League der Männer bekundet. Aber auch DAZN dürfte sich als einziger weltweit tätiger Sportanbieter das neue Paket mit dem Erstzugriffsrecht an jedem Spieltag ganz genau anschauen.

"Im Mittelpunkt der Strategie steht die Erkenntnis, dass sich die Medienlandschaft rasant verändert", schreibt UC3 zu der Ausschreibung. "Neue globale, digital ausgerichtete Plattformen bieten Fans durch steigende Investitionen in den Sport immer mehr Möglichkeiten." Steigende Investitionen bedeuten in diesem Fall aber auch steigende Endverbraucherpreise.

Wird dieses neue Welt-Paket verkauft, stehen noch drei größere Live-Pakete für die nationalen Märkte zur Verfügung: ein Einzelspiel am Dienstag und ein Einzelspiel am Mittwoch sowie die verbleibenden Partien, in der Gruppenphase also 15 Begegnungen pro Spieltag. Theoretisch können diese insgesamt vier Pakete an vier unterschiedliche Sender gehen.

DAZN: Champions League ist Herzstück

In Deutschland steht vor allem der kostenpflichtige Sport-Sender DAZN als Bieter im Blickpunkt, der hierzulande noch bis 2027 den Großteil der Partien überträgt. "Die Champions League ist das Herzstück des europäischen Fußballs und ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots für Fußballfans in Deutschland", sagte Deutschland-Chefin Alice Mascia der dpa. Sie betonte: "Gleichzeitig ist sie Teil eines breiten Fußballportfolios auf DAZN, darunter die Bundesliga und die europäischen Top-Ligen La Liga, Serie A und Ligue 1, mit dem wir den Fans das ganze Jahr über nationalen und internationalen Spitzenfußball in all seinen Facetten bieten."

DAZN hatte bei den bisher letzten beiden Ausschreibungen den Pay-TV-Sender Sky ausgestochen, der ohne die teuren Rechte der Königsklasse inzwischen schwarze Zahlen schreibt. Ungewiss ist die Situation beim Bezahl-Sender aus Unterföhring auch, weil Sky von RTL gekauft wurde und für diesen Deal noch die kartellrechtliche Prüfung aussteht. Beim möglichen Kauf von Rechten dürfen sich Sky und RTL daher nicht absprechen.

Für Free-TV zu teuer

Im frei empfangbaren Fernsehen dürfte es auch in Zukunft - außer dem Finale - keine Live-Spiele zu sehen geben. Viel zu teuer sind die Rechte für Free-TV-Sender. Das ZDF kann lediglich Zusammenfassungen am Mittwoch und das Endspiel zeigen. Bis Ende der Saison 2026/27 zeigen die zahlungspflichtigen Online-Sender DAZN und Amazon Prime Video die Live-Spiele der Champions League in Deutschland. Der Gesamtpreis der bis dahin gültigen Pakete wird auf rund 300 Millionen Euro pro Saison geschätzt.

Relevent scheint an klassischen Fernsehsendern auch nicht sonderlich interessiert zu sein. Zumindest hat die ARD, wie es aus Senderkreisen heißt, keine Unterlagen von der neuen Agentur für die Ausschreibung der Champions League erhalten.

Derzeit kassiert die UEFA 4,4 Milliarden Euro pro Saison aus der Vermarktung der drei Europapokale, zu denen auch Europa und Conference League zählen. Die Rechte für die beiden unterklassigen Wettbewerbe werden derzeit parallel ausgeschrieben. Angebote müssen bis zum 18. November abgegeben werden./mrs/DP/stk

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,43
Hebel: 18
mit starkem Hebel
Ask: 1,28
Hebel: 6
mit moderatem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA4FB2 WA37S6. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 20:30 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:29 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 19:40 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 19:15 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer