Anzeige
+++>>> Diese Aktie ist am Start: In Pennsylvania warten 27.000 Altlast-Bohrlöcher auf 2,1 Mrd. USD Fördergeld! <<<+++
PortfolioPlus
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
Deutsche Börse-News

"Anhaltender Druck" (Gold) 30.10.2026, 12:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Starker Dollar, hohe Zinsen und steigende Energiepreise setzen Gold derzeit zu. Trotz einer leichten Erholung bleibt das Umfeld herausfordernd. Michael Blumenroth ordnet die wichtigsten Treiber ein, unter anderem die anstehenden Notenbanktermine.

30. Oktober 2026 FRANKFURT (Xetra-Gold). Kaum zeigten sich die Vorboten des Herbstes am vergangenen Wochenende mit Sturm und Regen, wurden auch die Goldpreise von einem Tiefdruckgebiet erfasst. Einen konkreten fundamentalen Auslöser hierfür gab es nicht. Allerdings belasteten erneut zwei bekannte Gegenspieler die Notierungen des edlen Metalls, nämlich die Renditen und der US-Dollar. Bei den Renditen ist die Lage auf den ersten Blick allerdings nicht so eindeutig, denn schließlich gaben die Renditen langlaufender US- und deutscher Staatsanleihen kräftig nach. Allerdings stiegen im Gegenzug diejenigen anderer europäischer Staatsanleihen teils spürbar an. Zudem blieben die Renditen der Papiere mit kürzeren Laufzeiten rund um den Globus auf einem hohen Niveau - schließlich bestehen die Inflationsgefahren weiterhin, was weitere Leitzinserhöhungen vieler Notenbanken zur Folge haben dürfte.

Energiepreise: Inflationsdruck belastet Gold

Ganz allgemein gilt zudem: Je höher der Ölpreis, desto höher die Inflationsgefahren und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Notenbanken die Zinsen anheben. Das bläst den Goldpreisen tendenziell Gegenwind ins Gesicht. In der vergangenen Woche hatte der Preis für Brent-Öl erstmals seit Mai wieder die Marke von rund 117 US-Dollar je Barrel erreicht. Damit nicht genug: Auch Erdgas verteuert sich weiterhin und stieg gestern an der niederländischen Terminbörse TTF erstmals seit Ende 2022 auf die Marke von 100 Euro je Megawattstunde - die Preise haben sich seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Eine persönliche Anmerkung: Vielleicht war es gut, dass in dieser Woche die Erdgasheizung in unserer Wohnanlage eine Zeit lang ausgefallen ist. So konnten wir schon mal für den Winter trainieren.

Starker US-Dollar und Zinsausblick bremsen Gold

Ebenfalls preisdämpfend für Gold ist die anhaltende Stärke des US-Dollars, der gestern kurzzeitig auf ein 17-Monats-Hoch gegenüber dem Euro stieg. Diese Woche steht zudem im Zeichen mehrerer Notenbanksitzungen. Die Bank of Canada erhöhte gestern ihre Leitzinsen erstmals seit drei Jahren. Die US-Notenbank Fed hielt zwar die Füße still und beließ die Leitzinsen unverändert, deutete aber an, dass es im Dezember durchaus zu einem weiteren Zinsschritt kommen könnte bzw. sogar dürfte. Die Terminmärkte preisen eine weitere Erhöhung zu diesem Zeitpunkt mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent ein.

Goldpreis: von Verkaufsdruck zu leichter Stabilisierung

Diese Gemengelage belastet weiterhin die Notierungen: Am Donnerstagmorgen vergangener Woche notierte Gold bei rund 4.090 US-Dollar je Unze. Bereits im Tagesverlauf orientierten sich die Goldpreise dann aber gen Süden, woraufhin sich am Freitag die Abwärtsbewegung beschleunigte. Hier dürften vermutlich auch Verkäufe von Großanlegern zur Verlustbegrenzung eine entscheidende Rolle gespielt haben. Kurzzeitig ging es talwärts bis auf etwa 3.975 US-Dollar. Wurde Gold an den ersten beiden Handelstagen dieser Woche mal über, mal knapp unter 4.000 US-Dollar gehandelt, stabilisierte es sich seit gestern etwas und notierte in der Spitze bei rund 4.082. Heute Morgen um 7.30 Uhr wird Gold bei 4.030 US-Dollar gehandelt.

Xetra-Gold: Schwächerer Euro dämpft Verluste

Der Xetra-Gold-Preis gab somit ebenfalls etwas nach, jedoch weniger stark, auch dank des schwächeren Euro gegenüber dem US-Dollar. Während der üblichen Handelszeiten stieg er von 117 Euro pro Gramm am vergangenen Donnerstagmorgen noch am selben Tag auf etwa 118,7 Euro. Am Freitag ging es dann aber abwärts bis auf 114,2 Euro. In der ersten Wochenhälfte erholten sich die Kurse dann wieder moderat bis auf 117,7 Euro. Sollte der Preis zum Handelsstart nachher auf dem derzeitigen Niveau bleiben, würde Xetra-Gold aktuell jedoch etwas tiefer als zu diesem Zeitpunkt in der Vorwoche notieren, nämlich bei 116,6 Euro.

Ausblick: US-Zwischenwahlen rücken in den Fokus

Auch die EZB dürfte die Leitzinsen unverändert belassen, ebenso wie morgen die Bank of Japan. Somit dürfte sich die Aufmerksamkeit nun in Richtung der US-Zwischenwahlen am kommenden Dienstag verschieben, insbesondere mit Blick auf die potenziellen Auswirkungen der Wahlen auf die Lage im Nahen Osten. Zudem stehen am 4. November die Inflationsdaten für die Eurozone an.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein nicht mehr so stürmisches Wochenende und hoffe, dass Sie an Halloween von Streichen verschont bleiben. Aus logistischen Gründen komme ich erst wieder Mitte November dazu, diesen Marktkommentar zu verfassen, dann aber hoffentlich mit erfreulicheren Neuigkeiten, nachdem der "goldene Oktober" diesmal offenbar ausgefallen ist?

Von Michael Blumenroth, 30. Oktober 2026 © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer