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Devisen

Euro gibt zum US-Dollar nach - Unsicherheit bleibt hoch 05.03.2026, 17:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gesunken. Am Devisenmarkt bleibt der Iran-Krieg mit höheren Öl- und Gaspreisen das bestimmende Thema. Am Nachmittag sank der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung auf 1,1578 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1618 (Mittwoch: 1,1649) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8607 (0,8584) Euro.

Der Dollar bleibt nach Einschätzung von Marktbeobachtern vorerst als Krisenwährung gefragt, während der Euro im Gegenzug unter Druck steht. Die starke Verteuerung von Rohöl und Erdgas steht im Mittelpunkt des Interesses. "Dies weckt Inflationssorgen und die Angst davor, dass die Notenbanken die bisher als möglich erachteten Zinssenkungen verschieben oder die Leitzinsen sogar erhöhen", heißt es in einer Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba. Am Mittwoch hatte sich die Lage etwas entspannt, doch am Donnerstag legten die Preise für Öl und Gas wieder zu.

Wenn der Krieg lange dauere, würden die Auswirkungen für die Konjunktur "nicht gut" sein, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. "Auch würden dauerhaft erhöhte Energiepreise langfristig auf die Inflation durchschlagen." Für Prognosen sei es noch zu früh. Der EZB-Rat bleibe wachsam, sagte Nagel. "Sollte sich das Inflationsbild substanziell ändern, sind wir in einer guten Lage, um darauf reagieren zu können."

Wirtschaftlich dürfte die Eurozone stärker durch hohe Ölpreise belastet werden. Schließlich sind die USA Netto-Ölexporteur. Energieintensive Industrien in Europa sind also gefährdeter durch die Preisentwicklung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8695 (0,8705) britische Pfund, 183,03 (183,02) japanische Yen und 0,9064 (0,9082) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.082 Dollar. Das waren etwa 57 Dollar weniger als am Vortag./jsl/jha/

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