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Commerzbank

Eskaliert der Machtkampf jetzt? 15.04.2026, 18:26 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Banken
© Symbolbild von Paul Fiedler auf Unsplash
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Commerzbank 35,13 EUR -0,30 % Lang & Schwarz

Bewertungsgraben trennt Frankfurt und Mailand

Im Übernahmekampf zwischen der Commerzbank und der italienischen UniCredit zeichnet sich eine neue Dynamik ab. Trotz verhärteter Fronten zeigt sich CEO Bettina Orlopp offen für Gespräche mit dem potenziellen Käufer. Diese Gesprächsbereitschaft kommt überraschend, da das aktuelle Angebot aus Mailand vom Frankfurter Management weiterhin als nicht angemessen bewertet wird.

Konkret bietet UniCredit 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Anteilsschein, was einem impliziten Wert von rund 30,80 Euro entspricht. Dem steht ein aktueller Börsenkurs von 35,25 Euro gegenüber, womit die Offerte deutlich unter dem Marktniveau liegt. Entsprechend zweifelt der Vorstand an der Attraktivität für die eigenen Aktionäre. Orlopp verwies zudem auf grundlegende Differenzen bei der Einschätzung von Synergieeffekten und der strategischen Ausrichtung. Während UniCredit auf erhebliche Einspar- und Wachstumspotenziale setzt, traut sich die Commerzbank zu, vergleichbare Ergebnisse aus eigener Kraft zu erzielen.

Polen-Risiko: Milliardenlast durch regulatorische Vorgaben

Ein zentraler Unsicherheitsfaktor der möglichen Transaktion liegt in Polen. Sollte UniCredit die Kontrollschwelle von 50 Prozent an der Commerzbank überschreiten, greift eine regulatorische Pflicht: Ein Übernahmeangebot für die börsennotierte Tochter mBank wird zwingend erforderlich. Diese ist aktuell mit 12,4 Milliarden Euro bewertet.


Für UniCredit hätte das erhebliche finanzielle Konsequenzen. Ein verpflichtendes Barangebot für den Streubesitz könnte Kosten von rund 3,8 Milliarden Euro verursachen. Diese zusätzliche Belastung wirft Fragen zur wirtschaftlichen Attraktivität des Deals auf. Gleichzeitig entsteht eine ungewöhnliche Konstellation: Während die Commerzbank auf Konzernebene Distanz zum Übernahmeversuch wahrt, arbeitet die mBank operativ mit UniCredit zusammen. Konkret geht es um Verhandlungen über den Transfer von Kreditrisiken für ein gewerbliches Immobilienportfolio im Volumen von 1,2 Milliarden Euro.

Widerstand wächst: Staat und Belegschaft stellen sich quer

Neben finanziellen und strategischen Differenzen sieht sich UniCredit auch mit politischem und internem Widerstand konfrontiert. Der Bund, der rund 12 Prozent an der Commerzbank hält, hat bereits signalisiert, seine Beteiligung nicht veräußern zu wollen. Damit fehlt dem Bieter ein entscheidender Hebel für eine erfolgreiche Übernahme.

Auch der Betriebsrat positioniert sich klar gegen das Vorgehen der Italiener und kritisiert die Offerte als geschäftsschädigend. Parallel setzt das Management auf eine eigenständige Perspektive und untermauert diese mit konkreten Kapitalmaßnahmen. Auf der Hauptversammlung am 20. Mai soll eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie beschlossen werden. In Kombination mit laufenden Aktienrückkäufen ergibt sich eine Ausschüttung von insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro.

Diese Maßnahmen sollen den Standalone-Kurs stärken, der sich bereits in der Kursentwicklung widerspiegelt: Innerhalb von zwölf Monaten legte die Aktie um nahezu 56 Prozent zu. Während die Gespräche nun wieder an Fahrt aufnehmen könnten, stehen entscheidende Wochen bevor, in denen sich zeigen dürfte, ob sich die Bewertungslücke schließen lässt oder der Konflikt weiter eskaliert.

Bn-Redaktion/aw
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