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Airbus gerät unter Druck

Lieferkette bremst hart 15.04.2026, 18:31 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Flugzeug
© Symbolbild von Martí Sierra auf Unsplash
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Produktionsziele kassiert: Airbus geht auf Distanz zur eigenen Planung

Auf der Hauptversammlung hat Airbus-CEO Guillaume Faury ungewöhnlich deutlich Stellung bezogen und dabei eine zentrale Zielmarke kassiert. Die angestrebte Produktionsrate von 75 Maschinen der A320neo-Familie pro Monat wird deutlich später erreicht als geplant. Stattdessen rechnet der Konzern nun erst im Jahr 2028 mit diesem Niveau. Für Ende 2027 stellt das Management lediglich 70 bis 72 Flugzeuge pro Monat in Aussicht.

Damit reagiert Airbus auf anhaltende Probleme in der Lieferkette, die die operative Umsetzung erheblich bremsen. Die Diskrepanz zwischen hoher Nachfrage und begrenzter Produktionskapazität wird zunehmend zum strukturellen Problem. Besonders brisant: Faury machte die Ursachen nicht nur allgemein fest, sondern adressierte öffentlich einen konkreten Zulieferer.

Offene Kritik: Pratt & Whitney im Fokus der Probleme

Im Zentrum der Kritik steht der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Laut Faury kann das Unternehmen seine Lieferzusagen nicht einhalten, was sich direkt negativ auf die Prognosen für 2026 auswirkt. Selbst der parallele Einsatz von LEAP-Triebwerken des Wettbewerbers CFM International reicht nicht aus, um die entstandenen Lücken zu schließen.

Hinter den Kulissen prüft Airbus offenbar rechtliche Schritte. Insidern zufolge könnten Schadensersatzforderungen gegen Pratt & Whitney vorbereitet werden, um die finanziellen Auswirkungen der Verzögerungen zu kompensieren. Diese Eskalation verdeutlicht, wie angespannt die Beziehungen innerhalb der Lieferkette inzwischen sind.

Schwache Auslieferungen: Boeing nutzt die Gunst der Stunde

Die operativen Probleme spiegeln sich deutlich in den jüngsten Auslieferungszahlen wider. Im ersten Quartal übergab Airbus lediglich 114 Verkehrsflugzeuge – der schwächste Jahresstart seit mehr als 20 Jahren. Damit gerät das Kräfteverhältnis in der Branche ins Wanken.

Boeing konnte im gleichen Zeitraum 143 Maschinen ausliefern und zog damit erstmals seit der 737-MAX-Krise wieder an Airbus vorbei. Zwar gelang es den Europäern im März mit 60 Auslieferungen, kurzfristig die monatliche Führung zurückzuerobern, doch das schwache Quartal bleibt ein klarer Belastungsfaktor.

Volle Auftragsbücher, gebremste Fantasie

Auf der Nachfrageseite zeigt sich hingegen ein völlig anderes Bild. Airbus profitiert weiterhin von einer hohen Bestelldynamik. Allein im März verbuchte der Konzern 331 Bruttobestellungen, darunter Großaufträge von AerCap und China Eastern Airlines. Dennoch spiegelt sich diese Stärke aktuell kaum im Aktienkurs wider.


Mit einem Kurs von 42,80 Euro liegt die Aktie seit Jahresbeginn 2026 rund 12,65 Prozent im Minus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 54,50 Euro beträgt über 21 Prozent. Ein RSI-Wert von 10,9 signalisiert zudem eine technisch stark überverkaufte Situation, was die Diskrepanz zwischen fundamentaler Nachfrage und Marktstimmung unterstreicht.

Strategische Prioritäten: Lieferkette schlägt Zukunftsprojekte

Parallel zu den operativen Herausforderungen justiert Airbus auch seine langfristigen Ambitionen. Das Wasserstoffprojekt „ZEROe“ wird deutlich nach hinten verschoben. Statt eines Markteintritts bis 2035 plant der Konzern nun mit einer Verzögerung von bis zu einem Jahrzehnt und fokussiert sich vorerst auf kleinere Konzepte sowie Brennstoffzellen-Technologien.

Für das laufende Jahr setzt das Management klare Prioritäten: Die Stabilisierung der Lieferkette steht im Mittelpunkt. Erst wenn diese Grundlage wieder verlässlich funktioniert, können die reduzierten Auslieferungsziele für 2026 erreicht und die Produktionsplanung nachhaltig abgesichert werden.

Bn-Redaktion/aw
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