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Devisen

Euro legt zu - Entspannung der Lage am französischen Anleihemarkt 06.10.2026, 16:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Euro EU0009652759 hat am Dienstag zugelegt. Die Entspannung der Lage am französischen Anleihemarkt stützte den Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1254 US-Dollar. Dies ist rund ein halber Cent mehr als am Morgen. Am Montag war der Euro noch zeitweise bis auf 1,1161 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1269 (Montag: 1,1204) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8873 (0,8925) Euro.

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen will das Haushaltsdefizit in den kommenden Jahren deutlich reduzieren. Bis spätestens 2032 soll das Minus unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) gedrückt werden, sagte die Vorsitzende des "Rassemblement National" am Dienstag bei der Vorstellung ihres Haushaltsplans für das kommende Jahr. Le Pen gilt derzeit als Favoritin für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.

Ein großer Teil der von der "Rassemblement National" angestrebten Einsparungen soll durch Ausgabenkürzungen, eine Reduzierung der Zahlungen an die Europäische Union sowie Kürzungen bei den Ausgaben im Zusammenhang mit der Einwanderung erzielt werden. Le Pen versucht so, Anleger zu beruhigen, da Sorgen über die wachsende Verschuldung und die politische Unsicherheit die Renditen von französischen Anleihen zuletzt deutlich nach oben getrieben hatte. Auch an den anderen Anleihemärkten der Eurozone gaben die Renditen nach. Dies stützte auch den Eurokurs, der zuletzt noch unter Druck geraten war.

Schwache Industriedaten aus Deutschland bewegten den Devisenmarkt kaum. Der Auftragseingang in der deutschen Industrie brach im August überraschend deutlich ein. Der zweistellige Rückgang im Monatsvergleich geht allerdings auf den Einbruch bei Großaufträgen unter anderem im Verteidigungsbereich zurück.

Die Daten aus dem August ändern daher nach Einschätzung des Union-Investment-Experten Michael Herzum wenig am Gesamtbild für den Sektor: "Die Auftragslage der deutschen Industrie hat sich seit Herbst 2025 deutlich verbessert."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84880 (0,84720) britische Pfund, 178,15 (177,28) japanische Yen und 0,9359 (0,9311) Schweizer Franken fest.Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.146Dollar. Das waren rund 5 Dollar mehr als am Vortag.

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