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Devisen

Euro zieht zum US-Dollar an - EZB erhöht Inflationsprognose deutlich 19.03.2026, 20:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 ist am Donnerstag nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) kräftig gestiegen. Im New Yorker Handel wurde erstmals seit mehr als einer Woche wieder die Marke von 1,16 US-Dollar überschritten. Zuletzt wurden dort bis zu 1,1614 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Die EZB hatte den Referenzkurs vor der Entscheidung noch deutlich tiefer auf 1,1489 (Mittwoch: 1,1500) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8703 Euro.

Die EZB hat die Leitzinsen trotz aller Sorgen wegen des Iran-Kriegs wie erwartet unverändert belassen. Allerdings erwartet die Notenbank wegen des Ölpreisschocks und steigender Energiekosten einen Inflationsschub im Euroraum. Sie hat ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben: "Der Krieg im Nahen Osten hat zu deutlich unsichereren Aussichten geführt", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Er drohe, die Inflation anzuheizen und die Wirtschaft zu bremsen.

Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden und dies trieb die Öl- und Gaspreise am Donnerstag weiter nach oben. Experten von JPMorgan erhöhten daraufhin ihre Inflationserwartungen für die Eurozone. Raphael Brun-Aguerre von der US-Bank bezifferte seine neue Schätzung für den Mai im Jahresvergleich auf 3 Prozent und im Schnitt des zweiten Halbjahres auf 2,9 Prozent - Zahlen, die über dem 2-Prozent-Ziel der EZB liegen.

Einige Experten wie Jens-Oliver Niklasch, Ökonom bei der Landesbank LBBW, vermuten denn auch, dass die EZB im Ernstfall reagieren wird: "Bleibt die Straße von Hormus zu, wird ein deutlicher Zinsanstieg die Konsequenz sein." Die Aussicht auf steigende Marktzinsen stützte den Euro. Aufwärts ging es auch mit dem britischen Pfund, nachdem die Notenbank des Landes ihren Leitzins wie erwartet stabil gehalten hatte.

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