ROUNDUP: Argenx erleidet Studienflop mit Mittel gegen Autoimmunkrankheit Sjögren
AMSTERDAM - Das Biotechunternehmen Argenx NL0010832176 hat bei seinen Medikamententests einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Unternehmen stoppte eine weit vorangeschrittene Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms. An der Börse sorgte die Nachricht für einen prozentual zweistelligen Kurseinbruch. Da half auch nicht, dass Argenx zugleich bei einem weiteren Medikament positive Studienergebnisse zu vermelden hatte. Mit einer Studie zu einem möglichen Medikament gegen Zöliakie hatte das Unternehmen Erfolg.
ROUNDUP: Chefwechsel bei Fresenius Medical Care - Aktie unter Druck
BAD HOMBURG - Überraschender Wechsel an der Spitze von Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802: Nach knapp vier Jahren als Vorstandschefin muss Helen Giza ihren Posten räumen und scheidet in Kürze aus dem Dialysekonzern aus. Ihr nachfolgen wird bereits am kommenden Montag (12. Oktober) Shervin Korangy. Der 51-jährige Manager saß seit 2023 im Aufsichtsrat und ist von dem Gremium einstimmig als neuer Konzernlenker bestellt worden, wie FMC am Vorabend mitteilte. Sein Mandat im Aufsichtsrat hat er nun niedergelegt. An der Börse wurden die Anleger von der Personalrochade kalt erwischt, das Papier rutschte am Donnerstag weiter ab.
Samsung mit Rekordergebnis dank sprunghaft anziehender Speicherchippreise
SUWON - Der Elektronikriese Samsung KR7005930003 Electronics hat im dritten Quartal dank der massiv gestiegenen Preisen für Speicherchips ein Rekordergebnis eingefahren. Der operative Gewinn stieg vorläufigen Zahlen zufolge auf rund 107 Billionen koreanische Won (71 Mrd Euro) und damit auf fast das Neunfache des Werts von einem Jahr zuvor, wie die Koreaner am Donnerstag in Suwon mitteilten. Der Umsatz lag näherungsweise bei 195 Billionen Won und zog damit auf mehr als das Doppelte an. Mit beiden Werten schnitt der Konzern, der im Handygeschäft mit Apple US0378331005 konkurriert, aber nicht so gut ab wie von Anlegern erhofft. Die Aktie verlor in Seoul knapp zwei Prozent.
Daimler Truck verkauft deutlich mehr als im schwachen Vorjahresquartal
LEINFELDEN-ECHTERDINGEN - Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck DE000DTR0CK8 hat im dritten Quartal deutlich mehr Lkw an die Kunden verkauft als im sehr schwachen Vorjahreszeitraum. In den drei Monaten setzte der DaxDE0008469008-Konzern insgesamt 91.260 Fahrzeuge ab und damit 26 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Schwaben am Donnerstag in Leinfelden-Echterdingen mitteilten. Insbesondere in der für das Unternehmen lukrativsten Region Nordamerika legten die Verkäufe mit einem Anstieg von über der Hälfte deutlich zu. Dort waren im Vorjahr wegen der Zollkapriolen von US-Präsident Donald Trump die Verkäufe eingebrochen. Aber auch die vor allem in Europa und Südamerika starke Lkw-Marke Mercedes-Benz konnte ihre Verkäufe steigern, während es bei den Bussen und bei Elektro-LKW schlechter lief.
Größter Chipfertiger TSMC steigert Umsatz im KI-Boom um die Hälfte
HSINCHU - Der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC TW0002330008 macht im Boom des Ausbaus von KI-Rechenzentren weiter glänzende Geschäfte. Der Umsatz im abgelaufenen dritten Quartal kletterte um 51 Prozent auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Mrd Euro), wie aus dem monatlichen Umsatzbericht des taiwanischen Konzerns am Donnerstag hervorgeht. Mit dem Quartalsumsatz übertraf TSMC die Erwartungen von Experten etwas. Für die zuletzt gut gelaufene Aktie ging es dennoch etwas nach unten.
Nordamerika-Geschäft belastet PepsiCo - Gewinnausblick gesenkt
PURCHASE - Beim Getränke- und Snackhersteller Pepsico US7134481081 zieht sich die erhoffte Erholung im wichtigen Nordamerika-Geschäft weiter hin. Wegen steigender Kosten rechnet sich Konzernchef Ramon Laguarta nun einen geringeren Ergebnisanstieg im laufenden Geschäftsjahr aus. Im abgelaufenen Quartal lief es indes besser als befürchtet. Der Aktienkurs stieg im vorbörslichen US-Handel um gut zwei Prozent.
ROUNDUP 2/Gericht: Fernverkehrsbeschluss der Netzagentur rechtswidrig
KÖLN - Die Deutsche Bahn muss Wettbewerbern im Fernverkehr auf hochbelasteten Strecken nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln doch nicht mindestens ein Viertel der Kapazitäten freiräumen. Das Gericht erklärte einen Beschluss der Bundesnetzagentur, der den Schienennetzbetreiber DB InfraGo zu einer entsprechenden Wettbewerbsklausel verpflichtet, in einem Eilbeschluss für rechtswidrig. Die Entscheidung kann nicht angefochten werden.
ROUNDUP: Ryanair kappt Flugprogramm - Berlin verliert am meisten
DUBLIN/BERLIN - Europas größter Billigflieger Ryanair IE00BYTBXV33 streicht sein Angebot in Deutschland zusammen. Man werde im kommenden Winterflugplan rund 700.000 Sitzplätze weniger anbieten als vor einem Jahr, kündigt das irische Unternehmen an. Das sei ein Rückgang um 10 Prozent im Vergleich zum Winter 2025/26. Gründe seien die hohen Zugangskosten über staatliche Gebühren sowie die "exorbitante" Luftverkehrsteuer in Deutschland.
Haushaltsausschuss billigt Kauf weiterer Fregatten
BERLIN - Die Marine soll vier weitere Kampfschiffe zur U-Boot-Jagd im Wert von 5,3 Milliarden Euro bekommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages, der für die Genehmigung großer Rüstungsprojekte zuständig ist, habe der Beschaffung von vier weiteren Fregatten des Typs Meko A-200 des Kieler Marineschiffbauers TKMS DE000TKMS001 zugestimmt, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit.
Monte dei Paschi spürt Gegenwind für Kauf von BPM und Banca Generali
SIENA/TRIEST/TURIN - Im Fusionspoker unter italienischen Banken muss die einstige Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) IT0005508921 einen Rückschlag hinnehmen. Eigentlich will die MPS-Führung gleich zwei andere Institute kaufen und damit ihre eigene Übernahme durch die Großbank Intesa Sanpaolo IT0000072618 verhindern. Großaktionäre der MPS stellten sich nun aber gegen das Übernahmevorhaben des Finanzkonzerns. Die MPS-Aktien fielen am Donnerstag um rund zweieinhalb Prozent.
Kostensenkungen: Südzucker schreibt wieder schwarze Zahlen
MANNHEIM - Der Südzucker-Konzern DE0007297004 hat sich im ersten Geschäftshalbjahr 2026/27 aus den roten Zahlen manövriert. In den sechs Monaten bis Ende August erwirtschafteten die Mannheimer unter dem Strich einen Überschuss von 61 Millionen Euro, wie sie am Donnerstag mitteilten. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte noch der schwache Zuckermarkt dem Unternehmen einen Verlust von 60 Millionen eingebrockt. Dieses Mal trieben unter anderem höhere Preise für Ethanol, ein starkes Spezialitätengeschäft und gesunkene Kosten das Ergebnis.
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Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst. /mis