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Einweg-Vapes beliebteste Nikotin-Produkte bei Jugendlichen 25.10.2026, 08:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Einweg-E-Zigaretten sind bei Jugendlichen in Deutschland laut einer Umfrage das mit Abstand populärste Nikotinprodukt. So hat fast jede und jeder Fünfte der Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 17 Jahren angegeben, in einem Zeitraum der vergangenen 30 Tage mindestens einmal Einweg-E-Zigaretten geraucht zu haben, wie eine Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Krankenkasse begrüßte die jüngste Tabaksteuererhöhung, die auch das Vapen verteuert. DAK-Chef Andreas Storm forderte aber höhere Steuern auf Aromen, die Vapen attraktiver machten.

Vapes deutlich vor normalen Zigaretten

Konkret gaben rund 19 Prozent der 15- bis 17-Jährigen laut der Umfrage an, in dem besagten Zeitraum elektronische Wegwerf-Zigaretten geraucht zu haben. Bei nachfüllbaren bzw. wiederverwendbaren E-Zigaretten waren es rund 16 Prozent, bei normalen Tabak-Zigaretten 17 Prozent. Bei den 11- bis 17-Jährigen greifen fast 9 Prozent mindestens einmal im Monat zur Einweg-Vape, jeweils mehr als 7 Prozent zu wiederverwendbaren Modellen oder normalen Zigaretten.

E-Zigaretten oder Vapes sind Geräte, mit denen sich Nikotin oder andere Substanzen in Form eines Dampfes inhalieren lassen. Von den 11- bis 14-Jährigen konsumierten nach eigenen Angaben in dem jeweils vergangenen Monat 4,9 Prozent Einweg-Variante. Jeweils rund 4 Prozent griffen zu wiederverwendbaren E-Zigaretten oder normalen Zigaretten.

An der Befragung nahmen von November 2025 bis Februar dieses Jahres 28.554 Jugendliche aus 1.916 Klassen von 141 Schulen teil. Das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) befragte Klassenverbände mit Online-Fragebögen. Im Schnitt waren die Teilnehmenden 13,3 Jahre alt. Die Erhebung ist Teil einer bereits seit mehr als zehn Jahre unter dem Namen "Präventionsradar" laufenden Untersuchung.

Viele rauchen Zigaretten und Vapes

Laut der Umfrage konsumiert die Mehrheit der Nutzenden gleichzeitig mehrere Nikotinprodukte. Die meisten Jugendlichen, die Einweg-E-Zigaretten rauchen, konsumieren laut der Studie parallel wiederverwendbare E-Zigarettensysteme oder konventionelle Zigaretten. Institutsleiter Reiner Hanewinkel warnte vor einer damit verbundenen erhöhten Nikotinaufnahme und einem gesteigerten Abhängigkeitsrisiko.

Mit der jüngst beschlossenen Tabaksteuer-Erhöhung wird auch das Vapen teurer: Für "Substitute für Tabakwaren", also E-Zigaretten-Flüssigkeiten, werden 2027 je Milliliter 0,38 Euro fällig - sechs Cent mehr als bisher. 2028 soll ein Milliliter Vaping-Liquid mit 0,40 Cent besteuert werden, 2029 mit 0,42 und ab 1. Januar 2030 mit 0,44 Euro. Ursprünglich hatte das Finanzministerium nur einen Anstieg um einen Cent geplant, die Werte waren im parlamentarischen Verfahren erhöht worden.

Kassenchef fordert Aromen-Verbot

Storm begrüßte die Erhöhung als "wichtigen ersten Schritt für mehr Kinder- und Jugendschutz". Doch Aromen wie Mango oder Menthol machten Vapes für Kinder und Jugendliche weiter attraktiv, kritisierte Storm.

Der Kassenchef forderte ein Verbot solcher Aromastoffe. In einem Verordnungsentwurf des Agrarministeriums sind laut der Kasse lediglich Höchstmengen vorgesehen. Laut Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung sind die Grenzwerte aber "rein toxikologisch abgeleitet". Keine Rolle spiele dagegen, dass die süßen, fruchtigen und kühlenden Aromen die Nikotin-Produkte für Kinder und Jugendliche oft erst attraktiv machten.

Für den DAK-"Präventionsradar" werden regelmäßig Kinder und Jugendliche ab Klassenstufe fünf an Schulen zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt. Die DAK-Gesundheit ist mit 5,4 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands.

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