Erster Fall der Mpox-Variante Ib in Berlin festgestellt 18.12.2025, 16:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN (dpa-AFX) - Erstmals ist in Berlin ein Mpox-Fall der Variante Klade Ib nachgewiesen worden. Mpox ist eine seltene Erkrankung und wird durch engen Körperkontakt übertragen, vor allem beim Sex. Der Mann sei zwischen 35 und 40 Jahre alt und am 8. Dezember an Fieber, dem typischen Hautausschlag und Lymphknotenschwellungen erkrankt, wie das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) mitteilt.

"Er hielt sich im potentiellen Ansteckungszeitraum im europäischen Ausland auf und gab sexuelle Kontakte zu Männern als wahrscheinlichen Infektionsweg an." Der Mann war den Angaben nach nicht gegen Mpox geimpft. Das zuständige Gesundheitsamt habe eine häusliche Isolation angeordnet. Bislang gab es in Berlin nur Fälle der Variante Klade II.

16 Fälle mit Klade Ib in Deutschland

Deutschlandweit wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) seit Oktober 2024 16 Fälle der Klade Ib gemeldet, davon 9 in diesem Jahr, den Berliner Fall eingeschlossen. Die überwiegende Anzahl der Fälle sei bei Reisen in Länder erworben worden, in denen das Virus dauerhaft vorkommt, sagt eine RKI-Sprecherin und nennt Ruanda, Kenia, Tansania und Uganda. Die Klade Ib kursiert seit 2024, vor allem in Zentralafrika. Insgesamt gab es laut RKI dieses Jahr 498 Mpox-Fälle. Mpox-Todesfälle gab es in Deutschland noch nie.

Ansteckungsgefahr mit Mpox besteht vor allem dann, wenn man in Kontakt mit den typischen Hautveränderungen (Bläschen oder Schorf) der Mpox-Infizierten kommt. Es gibt eine Impfung, die unter anderem Männern, die Sex mit Männern haben und häufig den Partner wechseln, empfohlen wird.

Keine Hinweise auf schwereren Krankheitsverlauf

Manche Experten gehen davon aus, dass Klade I im Schnitt häufiger zu schwereren Krankheitsverläufen führt als Klade II. Das Lageso erklärt dazu: "Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass Infektionen mit Mpox der Klade 1b, die in Europa aufgetreten sind, mit einem erhöhten Ausbreitungspotential oder einer höheren Krankheitsschwere einhergehen." Die bisher in Europa aufgetreten Fälle der Klade Ib hätten nur zu einer begrenzten Anzahl weiterer Übertragungen geführt.

Auch das RKI geht aktuell weiterhin nicht von einer erhöhten Gefährdung durch Klade-I-Viren in Deutschland aus, beobachtet die Situation eigenen Angaben zufolge aber sehr genau und passt seine Empfehlungen bei Bedarf an./bum/DP/stw

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